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Nach Fehlverhalten : Bundeswehr setzt Vize-Kommandeur der KSK ab

  • Aktualisiert am

Bundeswehrsoldaten der KSK Anfang März beim Training in Magdeburg Bild: dpa

Der Vize-Kommandeur der Eliteeinheit KSK soll nach einem Bericht nach internen Ermittlungen der Bundeswehr entlassen werden. Der Fall soll aber nicht mit einer entgleisten Abschiedsfeier in Verbindung stehen.

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          Im Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr gibt es neue Hinweise auf Fehlverhalten in der Führung. Wie die Zeitschrift „Spiegel“ berichtet, will die Bundeswehr nach internen Ermittlungen den stellvertretenden Kommandeur der Elite-Einheit absetzen. Eine zivile Angestellte der Einheit, die im baden-württembergischen Calw stationiert ist, hatte sich wegen verbaler Entgleisungen, Drohungen und frauenfeindlicher Sprüche über Oberst Thomas B. beschwert. Nach einer Prüfung durch den Wehrdisziplinaranwalt entschied die Militärführung, den Vize-Kommandeur aus dem KSK zu versetzen. Er macht zurzeit eine Kur.

          Das KSK, eine Einheit von rund 1100 Mann, soll deutsche Geiseln im Ausland befreien oder Terroristen gefangen nehmen. Die Bundeswehr betont, der Fall von Oberst B. habe nichts mit Vorwürfen zu tun, die ebenfalls diese Woche bekannt wurden: dass KSK-Soldaten im April eine entgleiste Party für einen scheidenden Kompanie-Chef ausrichteten.

          Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt

          In diesem Fall hat unterdessen die Stuttgarter Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es sei ein Verfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet worden, teilte ein Sprecher am Freitag mit. Bei der Abschiedsfeier für einen Kompaniechef des geheim operierenden Kommandos Spezialkräfte soll es im April einem Medienbericht zufolge zu bizarren Spielen wie Schweinskopf-Werfen gekommen sein, bei denen auch rechtsextremistische Musik gehört und möglicherweise der Hitlergruß gezeigt worden sein soll.

          Der Vorfall soll sich wohl auf dem Gelände eines Schießstandes bei Sindelfingen nahe Stuttgart abgespielt haben. Es werde gegen Unbekannt ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter.

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