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Bundeswehr-Kommentar : Ursula von der Leyens Geister

Auch wenn die Hysterie zunimmt: Die Bundeswehr ist keine verkappte Wehrmacht.

          Die Geister, die Ursula von der Leyen erst drei Jahre nach ihrem Amtsantritt als Verteidigungsministerin, aber noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl in ihrer Truppe entdeckt haben will, wird sie nicht mehr los. Ein Abgrund von völkischem Gedankengut und Wehrmachtsverherrlichung, welche Kasernenbar sie auch betritt! Wie schlampig müssen ihre Vorgänger und die Besatzungsmächte bei der Entnazifizierung gearbeitet haben!

          Doch scheint die Ministerin auch nicht wirklich damit zu hadern, schnell noch einmal all die alten Schlachten schlagen zu dürfen, die wohl sogar für die Linken fester Bestandteil der deutschen Leitkultur sind. Eine davon endet immer mit der Formel: Die Wehrmacht ist in keiner Form traditionsstiftend für die Bundeswehr – abgesehen von Einzeltaten im Widerstand. Auch diesmal muss man angesichts der sich ausbreitenden Hysterie ergänzen: Die Bundeswehr ist in keiner Weise eine verkappte Wehrmacht – abgesehen von den Phantasien einzelner Wirrköpfe, die man in der Zivilgesellschaft ganz sicher nicht weniger häufig findet als in ihren Streitkräften.

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