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Rüstung : Bundeswehr kauft Gewehre für Millionen - weil sie gerade zu haben sind

  • Aktualisiert am

Ein Bundeswehrsoldat präsentiert das Maschinengewehr vom Typ MG4. Bild: dpa

Der Bundeswehr droht abermals Ärger: Sie bestellte offenbar für 18 Millionen Euro Gewehre, prüfte vorher aber nicht den Nutzen. Die Truppe argumentiert, man habe die Waffen dringend gebraucht.

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          Abermals sorgt ein Waffengeschäft des Verteidigungsministeriums mit dem Rüstungshersteller Heckler & Koch für Kritik. Nach Recherchen der Zeitung „Bild am Sonntag“ verzichtete die Bundeswehr bei dem Ende August bekannt gewordenen Kauf von 600 Sturmgewehren des Typs G27 und 600 leichten Maschinengewehren des Typs MG4 auf eine Bedarfsprüfung. Statt dessen orientierte sich der Kauf laut einem internen Vermerk des Verteidigungsministeriums, aus dem die Zeitung zitiert, „am kurzfristig verfügbaren und geeigneten Angebot und an der Produktionsleistung der Industrie“.

          Der Grünen Verteidigungspolitiker Tobias Lindner kritisierte deshalb Verteidigungsministerin von der Leyen: „Sie beschafft einfach, was gerade angeboten wird.“ Das Waffen-Geschäft wurde sogar als „Einsatzbedingter Sofortbedarf“ deklariert, als würden die Waffen dringend im Einsatz gebraucht. Lindner zufolge wurde die Entscheidung getroffen, ohne das zuständige Bundeswehrkommando zu beteiligen.

          „Das Ministerium lebt seine eigenen Prozesse nicht“, zitiert „Bild am Sonntag“ den Grünen-Politiker. Ein Ministeriumssprecher begründete den Vorgang gegenüber der Zeitung damit, dass auf diese Weise die frühestmögliche Verfügbarkeit der Waffen erreicht werden könne. Die Waffen seien „nicht nur für aktuelle, sondern auch mögliche zukünftige Einsätze der Bundeswehr“ angeschafft worden.

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