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Hilfe für die Ukraine : Optionen der Bundeswehr „extrem limitiert“

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Der deutsche Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais (links),mit dem norwegischen Generalmajor Lars Lervik und dem niederländischen Generalleutnant Martin Wijnen im Dezember 2021 bei einem Besuch auf dem multinationalen Nato-Gefechtsverband in Rukla, Litauen Bild: dpa

Deutschlands oberster Heeressoldat kritisiert die jahrelange Vernachlässigung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr harsch. Die Bundeswehr stehe in der Ukraine-Krise „mehr oder weniger blank da“.

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          Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Heeresinspekteur Alfons Mais die jahrelange Vernachlässigung bei der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr ungewöhnlich scharf kritisiert. „Ich hätte in meinem 41. Dienstjahr im Frieden nicht geglaubt, noch einen Krieg erleben zu müssen. Und die Bundeswehr, das Heer, das ich führen darf, steht mehr oder weniger blank da“, schrieb der Generalleutnant am Donnerstag im Netzwerk Linkedin. „Die Optionen, die wir der Politik zur Unterstützung des Bündnisses anbieten können sind extrem limitiert.“

          Deutschlands oberster Heeressoldat schrieb weiter: „Wir haben es alle kommen sehen und waren nicht in der Lage, mit unseren Argumenten durchzudringen, die Folgerungen aus der Krim-Annexion zu ziehen und umzusetzen. Das fühlt sich nicht gut an! Ich bin angefressen!“

          Noch sei das Nato-Territorium nicht direkt bedroht, auch wenn die Partner im Osten den konstant wachsenden Druck spürten. Mais: „Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt, den Afghanistaneinsatz strukturell und materiell hinter uns zu lassen und uns neu aufzustellen, sonst werden wir unseren verfassungsmäßigen Auftrag und unsere Bündnisverpflichtungen nicht mit Aussicht auf Erfolg umsetzen können.“

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