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Neue Dienstgrade : Bundeswehr ernennt erste Korporale

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Ein Soldat vom Logistikbataillon 171 „Sachsen-Anhalt“ wird auf dem Appellplatz der Clausewitz-Kaserne zum Korporal befördert. Bild: dpa

Erstmals seit 25 Jahren führt die Bundeswehr neue Dienstgrade ein. Vier Soldaten wurden am Mittwoch zu Korporalen ernannt. Dafür gibt es nicht nur mehr Geld.

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          Erstmals seit 25 Jahren hat die Bundeswehr am Mittwoch damit begonnen, neue Dienstgrade in der Truppe einzuführen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, wurden im Logistikbataillon 171 in Burg vier Soldaten aus Heer, Luftwaffe und Marine im Rahmen eines feierlichen Appells zu Korporalen befördert. Bis April kommenden Jahres sollen es 1400 werden. Die neuen Dienstgrade Korporal und Stabskorporal stehen im Zusammenhang mit Bemühungen der Bundeswehr, die Laufbahn der Mannschaften attraktiver zu machen. Sie erhalten mehr Geld – beim Korporal sollen es 51 Euro brutto sein. Zudem greifen sie eine Dienstgradbezeichnung auf, die in vielen anderen Armeen gängig ist und auch in früheren deutschen Heeren zeitweise verwendet wurde. Anders als dort zählen die Korporale allerdings nicht zur Laufbahn der Unteroffiziere. Stattdessen markieren sie in der Bundeswehr nun die Spitzendienstgrade bei den Mannschaften.

          Zwar können sich Korporale und Stabskorporale ebenso wenig wie die übrigen Mannschaftsdienstgrade im Notfall selbst zum Vorgesetzten erklären – über diese Befugnis verfügen nur Unteroffiziere und Offiziere. Doch mit ihrer Ernennung sollen sie als Soldaten mit besonders anspruchsvollen Aufgaben sichtbar werden. Dazu zählen beispielsweise Verwendungen als Instandsetzer, etwa für Kampfflugzeuge, aber auch erfahrene Stabsarbeiter oder Infanteristen, die vertretungsweise als Gruppenführer eingesetzt werden. Der zuletzt eingeführte Dienstgrad war 1996 der Oberstabsgefreite. Er war bis heute der Spitzendienstgrad bei den Mannschaften.

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