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Bundeswehr : Es darf keine abgeschottete Truppe geben

  • -Aktualisiert am

Beim Auflösungsappell: Im Juli 2020 wurde die 2. Kompanie des KSK aufgelöst - eine Reaktion auf rechtsextremistische Vorfälle in der Truppe Bild: dpa

Deutschland braucht eine schlagkräftige Armee und keine, die von Skandalen erschüttert wird. Für Fehler muss Verantwortung übernommen werden. Bis hoch zur Ministerin.

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          Die Ermittlungen zum Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) ermöglichen interessante Einblicke in Deutschlands soldatische Elite. Neuigkeiten kommen dabei oft aus Presse und Gerichtssälen, seltener vom Verteidigungsministerium. Hier einige aktuelle Höhepunkte: Der Kommandeur des Verbandes spielte Gesetzgeber und Richter in einer Person, indem er die Unterschlagung von Munition per anonymer Sammelaktion in den Kompanien amnestierte.

          Erst durch die beiläufige Aussage eines angeklagten ehemaligen KSK-Soldaten vor Gericht erfuhr die Öffentlichkeit davon. Der Angeklagte hatte selbst massenweise scharfe Munition im Garten vergraben, dazu Devotionalien der Hitler-Verehrung. Das erinnert an den Anlass aller KSK-Untersuchungen: an rechtsextreme Vorkommnisse im Elite-Verband. Der verfuhr lange nach eigenen Regeln, die weder Generäle an der Spitze durchblickten noch eine nachrichtendienstliche Operation des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Zudem begünstigten mangelhafte Fachaufsicht und schlechte Ausbildung die extreme Selbstbezogenheit des KSK. Über die schüttelte man selbst in befreundeten Kommandoeinheiten, etwa beim britischen SAS, den Kopf.

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