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Plan des Generalinspekteurs : Erste Schritte der Bundeswehr aus der Mangelwirtschaft

Soldaten verladen Schützenpanzer des Typs Marder 2017 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr auf einen Zug, um sie nach Litauen zu transportieren. Bild: dpa

Die Bundeswehr soll im nächsten Jahr trotz Materialproblemen Kampfverbände für die Nato-Speerspitze stellen. Heeresinspekteur Vollmer hat einen Plan, mit dem er die Ausstattung der Truppe nachhaltig verbessern will.

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          Wenn im kommenden Jahr die Panzerlehrbrigade 9 aus Munster die Rolle der „Nato-Speerspitze“ übernimmt, also die Funktion jenes Kampfverbandes ausfüllt, der binnen sieben Tagen bereitstehen muss, an jeden Einsatzort innerhalb des europäischen Bündnisgebietes verlegt zu werden, dann ist das nicht nur eine angespannte Situation für die bis zu 5000 Soldaten, die 12 Monate lang in ständiger Bereitschaft leben müssen; vielmehr fiebert das gesamte deutsche Heer in dieser „Standby-Phase“ mit. Denn nach jahrzehntelangen Einsparungen und einer ausgedehnten Mangelwirtschaft verfügt keine der acht Heeresbrigaden mehr über eine vollständige Ausstattung.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          „Verlegebereit kann die Brigade nur sein, wenn sie ihre gesamte Ausrüstung vorrätig hat, teils schon vorgepackt, das reicht vom Schützenpanzer über die Munition bis hin zu Nachtsichtgeräten“, sagt der Inspekteur des Heeres, Jörg Vollmer, im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Zusammenstoppeln des Materials aus anderen Heeres-Verbänden ist inzwischen abgeschlossen, denn im Nato-Rhythmus wird der Speer-Spitzenbrigade schon im laufenden Jahr eine Aufgabe zugewiesen.

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