Erneuerung der Bundeswehr : Wendemanöver unter schwierigen Vorzeichen

Bis 2032 sollen die deutschen Streitkräfte wieder schlagkräftig werden. Dabei klaffen Anspruch und Möglichkeiten schon jetzt auseinander.
In Europas Staatenwelt gilt seit Russlands Krimannexion 2014 wieder: Ernst zu nehmende Streitkräfte, die Abschrecken, sind essentiell. Vor allem die Osteuropäer erwarten von Deutschland eine schlagkräftige Armee als Rückendeckung. Leistet die Bundesrepublik das nicht, droht sie ihre Glaubwürdigkeit als europäische Führungsmacht einzubüßen. Die Bundesregierung will die Bundeswehr für kleinere Partnerstreitkräfte so umformen, dass sie sich mit ihren militärischen Nischenfähigkeiten an sie anlehnen können. In dieser Rolle hofft Berlin, sich als Koordinator einer künftigen Armee der Europäer profilieren zu können. Helfen soll dabei eine groß angelegte Rüstungsagenda, die auf zehn Jahre angelegt ist. Doch ob sie auch tatsächlich umgesetzt wird, ist noch lange nicht gesichert. Des Geldes wegen.





