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Befehlshaber der Bundeswehr : Verzicht auf bewaffnete Drohnen erhöht „Risiko der Truppe“

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Geht bald in den Ruhestand: Erich Pfeffer, Generalleutnant und Befehlshaber Einsatzführungskommando der Bundeswehr, vor einigen Wochen in Brandenburg Bild: dpa

Die SPD tut sich schwer mit dem Thema bewaffnete Drohnen. Wie sich eine mögliche Ampel-Koalition dazu positionieren wird, ist unklar. Für Generalleutnant Pfeffer ist klar: Wer bewaffnete Drohnen ablehnt, müsse im Grunde wesentliche Teile der Bewaffnung in den Streitkräften abschaffen.

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          Der Befehlshaber der im Ausland laufenden Bundeswehreinsätze, Generalleutnant Erich Pfeffer, hat davor gewarnt, auf einen Schutz der Truppe durch bewaffnete Drohnen zu verzichten. Mehrere Aspekte sprächen ganz deutlich für die bewaffnete Drohne, sagte Pfeffer der Deutschen Presse-Agentur. „Die Truppe selbst kann im Grunde diese Diskussion nicht verstehen, weil man nicht versteht, warum man sich so schwertut“, sagte Pfeffer. „Wenn man die ablehnenden Argumente um bewaffneten Drohnen konsequent zu Ende denkt, müsste man ja wesentliche Teile der Bewaffnung in den Streitkräften abschaffen.“ Pfeffer ist seit November 2015 Befehlshaber des Einsatzführungskommandos am Rande von Potsdam und geht in wenigen Wochen in den Ruhestand.

          Für Auslandseinsätze der Bundeswehr unter expliziter Bedrohung, wie lange in Afghanistan oder jetzt in Mali, seien mehrere Elemente „absolut zwingend“, sagte Pfeffer. Dazu zähle: „Aufklärung voraus“. Pfeffer sagte: „Vereinfacht gesprochen muss ich sicherstellen, dass die Truppe weiß, was auf sie zukommt, wenn sie sich im Gelände bewegt.“ Die beste Fähigkeit dafür sei die Aufklärungsdrohne, weil das Risiko am geringsten sei.

          Drohnen sind schneller als Hubschrauber

          Darüber hinaus brauchen man „kampfkräftige Unterstützung für den Fall, dass die Truppe im Gefecht unterlegen ist“, sagte der Offizier. Das könne vor allem eintreten, wenn die Truppe überraschend oder ungeplant in ein Gefecht verwickelt werde. „Bei der Dimension der Räume, in denen wir uns bewegen und der Art des Geländes heißt das immer Luftnahunterstützung. Das ist der Kampfhubschrauber oder das Kampfflugzeug oder die bewaffnete Drohne.“ Die bewaffnete Drohne sei aber das einzige Mittel, das bei Bedarf ohne Zeitverzug verfügbar sei. „Das heißt für mich im Umkehrschluss, wenn die Politik nicht bereit ist, bewaffnete Drohnen zu stellen, dann erhöhen wir automatisch das Risiko für die Truppe.“

          In der Bundeswehr wird mit Interesse verfolgt, wie sich SPD, FDP und Grüne in den Koalitionsverhandlungen über eine mögliche gemeinsame Bundesregierung in der lange strittigen Frage positionieren. In der bisherigen Bundesregierung hatte sich die Union für eine Bewaffnung der künftigen Drohne Heron TP stark gemacht. Die SPD hatte – nach einer allerdings schon Jahre dauernden Debatte – weiteren Diskussionsbedarf angemeldet. Der SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu, der das Rüstungsprojekt unterstützt hatte, trat deshalb als verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion zurück.

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