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Bundestagswahlkampf : Linkspartei stellt ihre acht Spitzenkandidaten vor

  • Aktualisiert am

Die Spitzengruppe der Linken für die Bundestagswahl (von links): Nicole Gohlke, Jan van Aken, Caren Lay, Klaus Ernst, der Partei-Vorsitzende Gregor Gysi, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht, und Diana Golze Bild: dapd

Die Linke zieht mit acht Spitzenkandidaten um Fraktionschef Gregor Gysi in die Bundestagswahl. Auch Gysis Stellvertreter Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sind Teil des „Teams“.

          Die Linke zieht mit einer Mannschaft aus acht Spitzenkandidaten um Fraktionschef Gregor Gysi in die Bundestagswahl. Mit dabei sind auch Gysis Stellvertreter Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch. Das gab Parteichef Bernd Riexinger nach Beratungen der Parteispitze am Montag in Berlin bekannt. Gysi stehe wie kein anderer für die Linke und werde „Mitglied dieses Teams sein“, sagte Riexinger.

          Linksfraktionschef Gysi und seine Stellvertreterin Wagenknecht werden unter den acht Spitzenkandidaten ihrer Partei für die Bundestagswahl keine herausgehobene Rolle einnehmen. „Wir haben bewusst betont, dass es sich hier um ein Team handelt“, sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger bei der Vorstellung der acht Spitzenkandidaten. Fraktionschef Gysi gab ein zweistelliges Ergebnis als Wahlziel aus. „Ich sehe das sogar als eine Stärke von uns, dass wir ein so großes Team gebildet haben.“

          Gysi gegen Doppelspitze mit Wagenknecht

          Ursprünglich war auch eine Doppelspitze aus Gysi und Wagenknecht im Gespräch. Der 65 Jahre alte Gysi sperrte sich aber dagegen. Die Kür der Spitzenkandidaten fand unter schwierigen Bedingungen statt. Die Linke war am Sonntag bei der Landtagswahl in Niedersachsen auf 3,1 Prozent abgestürzt und aus dem Parlament geflogen. Die Partei hat damit nur bei einer der acht Landtagswahlen in Westdeutschland in den vergangenen beiden Jahren hinzugewinnen können.

          Für die Parteichefs Kipping und Riexinger, die vor sieben Monaten nach einem erbitterten Machtkampf an die Parteispitze gewählt wurden, war Niedersachsen die erste echte Bewährungsprobe, die prompt misslang. Wagenknecht hatte sich im Endspurt als Spitzenfrau in den Wahlkampf eingeschaltet. Auch sie konnte die Umfrageergebnisse von drei Prozent nicht mehr verbessern.

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