https://www.faz.net/-gpf-agvzb

Bundestagswahl : Plakate von AfD und Grüne am häufigsten zerstört

  • Aktualisiert am

Eines von gut 600: zerstörtes Plakat der Grünen in Leipzig Bild: dpa

Rund um die Bundestagswahl hat die Polizei mehrere tausend Angriffe auf Wahlplakate registriert. Mehr als jedes dritte Plakat, das entfernt, beschädigt oder zerstört wurde, warb für die AfD.

          1 Min.

          Im Zusammenhang mit der Bundestagswahl hat die Polizei bundesweit mehr als 3400 Angriffe auf Wahlplakate registriert. Mit Abstand am häufigsten wurden laut vorläufigen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) Plakate der AfD entfernt, zerstört oder beschädigt. Wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Martin Hess hervorgeht, wurden zwischen Jahresbeginn und Ende September 1355 Straftaten im Zusammenhang mit der Bundestagswahl erfasst, die sich gegen Plakate der AfD richteten.

          In 637 Fällen waren die Grünen betroffen, 466 Angriffe richteten sich gegen Wahlplakate von CDU oder CSU. Plakate von SPD und Linke wurden etwas seltener Ziel von Angriffen (jeweils rund 225 Mal). 118 Attacken richteten sich gegen FDP-Plakate. Auch Plakate von Parteien, die aktuell nicht im Bundestag vertreten sind, wurden entfernt oder zerstört. Zu beachten ist hier allerdings: die Zahl der Plakate, die im Wahlkampf aufgehängt oder aufgestellt wurden, ist von Partei zu Partei verschieden.

          Gut die Hälfte der Angriffe auf AfD-Plakate konnte die Polizei den Angaben zufolge Menschen aus dem linken Spektrum zuordnen. Bei den Straftaten, die sich gegen Plakate von CDU und CSU richteten, ließ sich der Hintergrund nur in seltenen Fällen ermitteln – rechte und linke Angreifer hielten sich in etwa die Waage. Die von der Polizei erfassten Angriffe von Rechten auf Wahlplakate gingen demnach zulasten von Linkspartei und Grünen.

          Weitere Themen

          Merkel spricht bei Erdoğan Lage deutscher Häftlinge an Video-Seite öffnen

          Abschiedsbesuch in Istanbul : Merkel spricht bei Erdoğan Lage deutscher Häftlinge an

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Besuch in Istanbul die Situation in der Türkei inhaftierter deutscher Staatsbürger angesprochen. Einige von ihnen sitzen wegen der Unterstützung kurdischer Gruppen in Haft, die von der türkischen Regierung als „terroristisch“ eingestuft werden.

          Topmeldungen

          Bundesliga im Liveticker : 2:0 BVB – Haaland trifft vom Punkt

          Dortmunds Torjäger ist nach Verletzungspause zurück und erzielt sein achtes Saisontor. Beide Berliner Klubs liegen vorne. Freiburg jubelt nach dem ersten SC-Treffer im neuen Stadion. Verfolgen Sie die Spiele im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.