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Strategiepapier : AfD will im Wahlkampf gezielt provozieren

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Gezielte Provokation für mehr Aufmerksamkeit: AfD-Vorsitzende Frauke Petry am vergangenen Freitag in Berlin Bild: dpa

Mit Tabubrüchen und bewussten Provokationen will die AfD im Bundestagswahlkampf Stimmung machen. Das geht aus einem neuen Strategiepapier der Partei hervor.

          Die AfD will im Bundestagswahlkampf mit Provokationen und Tabubrüchen auf sich aufmerksam machen. Ein entsprechendes Strategiepapier wurde am Montag in einer Telefonkonferenz des AfD-Bundesvorstandes beschlossen.

          Wie aus Parteikreisen verlautete, nahmen die beiden Parteivorsitzenden, Jörg Meuthen und Frauke Petry, aus Termingründen nicht daran teil. In dem Papier heißt es, die AfD solle im Bundestagswahlkampf gezielt Themen ansprechen, die den Bürgern Sorgen bereiteten, von den etablierten Parteien aber nicht offen diskutiert würden.

          Mit „sorgfältig geplanten Provokationen“ wolle man die anderen Parteien zu nervösen und unfairen Reaktionen verleiten. Je mehr die AfD von ihnen stigmatisiert werde, „desto positiver ist das für das Profil der Partei“, heißt es in dem Papier.

          Der Berliner AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski, der die Strategie erarbeitet hat, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, er sei „froh, dass der Bundesvorstand das Strategiepapier endlich verabschiedet hat“. Er rechne mit einem „großen Wahlerfolg“ seiner Partei, „auch weil die Altparteien einen Fehler nach dem anderen begehen“.

          „Zusammenarbeit zwischen AfD-Ebenen nicht optimal“

          Als mögliche Zielgruppen nennt die AfD in dem Papier wertkonservative Bürgerliche, Gegner eines „europäischen Superstaats“, Protestwähler, Nichtwähler sowie Arbeiter und Arbeitslose. In einem Kapitel über eigene „Schwächen“ heißt es: „Die Zusammenarbeit zwischen den Ebenen in der AfD funktioniert noch nicht optimal.“

          Die Parteivorsitzende Petry hatte die Bedeutung des Papiers am Freitag relativiert. Bei einer Werbeveranstaltung für ein Computerprogramm, an deren Erlösen die AfD laut Parteikreisen finanziell beteiligt ist, hatte sie erklärt, es handele sich bei dem Konzept um „ein weiteres Papier von vielen“.

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