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Gelder aus den Golfstaaten : Auswärtiges Amt will offenbar Spenden für Moscheen überprüfen

  • Aktualisiert am

Die Sehitlik-Moschee in Berlin Bild: dpa

Viele Moscheen finanzieren sich nur über Gelder aus dem Ausland. Wo genau sie herkommen und wie hoch sie sind, ist oft ungeklärt. Nun will das das Auswärtige Amt Medienberichten zufolge ändern.

          Das Auswärtige Amt soll Saudi-Arabien, Kuweit, Qatar und andere Staaten darum gebeten haben, Spenden oder staatliche Zuwendungen an Moscheen und Moscheevereine in Deutschland zu melden. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“, der „NDR“ und der „WDR“. Demnach wolle das Auswärtige Amt gemeinsam mit Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst Spender und Spendenempfänger untersuchen.

          Die betroffenen Länder sollen künftig die Überprüfung durch die deutschen Behörden abwarten, bevor sie Gelder an Moscheen entsenden. Jedoch gibt es keine rechtliche Möglichkeit, Zahlungen komplett zu unterbinden. Nach Informationen des Berichts gebe es auch Überlegungen, Steuerbehörden in den Prozess einzubinden. Diese sollten die Herkunft des Vermögens von Moscheen klären. Ebenso könnte die Einreise von radikalen Predigern aus dem Ausland unterbinden werden, heißt es in dem Bericht.

          Viele Moscheen in Deutschland finanzieren sich über Gelder aus dem Ausland und greifen auf Imame aus dem Ausland zurück. Der größte Moschee-Verein Ditib entsendet beispielsweise Imame aus der Türkei nach Deutschland.

          Zuletzt hatte deshalb die liberale Muslima Seyran Ates eine Debatte über eine Moschee-Steuer in Deutschland, wie der Kirchensteuer für katholische und evangelische Kirche, angestoßen. Ates favorisiert eine freiwillige Sozialabgabe, wie es die fünf Säulen im Islam vorsehen. Sie sagte am Donnerstagmorgen dem ARD-„Morgenmagazin“: „Man könnte dieses Modell nehmen, das ist nämlich eine Pflicht der Muslime.“ Das Bundesinnenministerium sieht dagegen eine Moschee-Steuer als „mögliche Lösung“.

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