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Gesetz zum Wolf im Kabinett : Bundesregierung will Abschuss von Wölfen erleichtern

  • Aktualisiert am

Ein Wolf läuft durch die Wolfsanlage im Moritzburger Wildgehege. Bild: dpa

Künftig soll es leichter möglich sein, problematische Wölfe abzuschießen. Das geht aus einem Gesetzesentwurf hervor, der am Mittwoch im Kabinett beraten werden soll.

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          Der Kompromiss zum Umgang mit Wölfen in Deutschland soll bereits an diesem Mittwoch die Bundesminister im Kabinett beschäftigen. „Ich bin froh, dass wir jetzt endlich eine Einigung haben, die Herdenschutz und Artenschutz in Einklang bringt“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Dienstag mit Blick auf den Gesetzentwurf, über den sie und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) lange gestritten hatten. „Hier ist ein vernünftiger Interessensausgleich gelungen.“ Es werde einfacher, Herden vor wiederholten Rissen zu schützen, aber der Wolf bleibe eine streng geschützte Tierart.

          Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass künftig nach Wolfsrissen auch dann Wölfe geschossen werden dürfen, wenn nicht klar ist, welches Tier genau zugebissen hat, und zwar so lange, bis es keine weiteren Risse gibt.

          Das kann auch bedeuten, dass ein ganzes Rudel geschossen wird, wie es in den Erläuterungen heißt. Allerdings muss jeder Abschuss zuvor von den Landesbehörden genehmigt werden.

          Der Gesetzentwurf helfe, das Nebeneinander von Wolf und Weidetierhaltung in Deutschland zu ermöglichen, sagte Schulze. „Wir haben auf die Sorgen vor Ort reagiert: Da, wo es ein Problem gibt, lösen wir es. Und da wo es keines gibt, gilt der Artenschutz uneingeschränkt.“ Sowohl Umweltverbände als auch Jäger und der Bauernverband haben den Entwurf kritisiert.

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