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Integrationsbeauftragte : Widmann-Mauz fordert Prüfung von Kopftuchverbot

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Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Annette Widmann-Mauz – hier in einer Pressekonferenz im Februar in Berlin – ist für eine Prüfung eines Kopftuchverbots. Bild: EPA

„Dass kleine Mädchen Kopftuch tragen, ist absurd“, sagt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Widerspruch bekommt Annette Widmann-Mauz (CDU) unter anderem vom Koalitionspartner.

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          Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), fordert die Prüfung eines Kopftuchverbots für Kinder an Schulen. „Dass kleine Mädchen Kopftuch tragen, ist absurd – das sehen auch die meisten Muslime so. Alle Maßnahmen, die Mädchen davor schützen – vom Elterngespräch bis zum Verbot – sollten geprüft und angegangen werden“, sagte Widmann-Mauz der „Bild“-Zeitung.

          Auch aus der SPD gibt es Zuspruch für ein Kopftuchverbot an Schulen. „Ich bin für ein Kopftuchverbot für Kinder. Das ist für mich keine religiöse, sondern eine gesellschaftliche Frage, eine Frage der Gleichstellung. Darüber sollen Erwachsene selbst entscheiden“, sagte SPD-Familienpolitikerin Leni Breymaier. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach twitterte dagegen, die Kinder in einen Konflikt mit ihren Eltern zu zwingen, sei „unehrenhaft“.

          Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht ein Kopftuchverbot nach österreichischem Vorbild hingegen kritisch. „Das pauschale Verbot eines Kopftuches – wie in Österreich – benachteiligt auch die Mädchen, die sich freiwillig für das Tragen eines Kopftuches als Zeichen ihrer Religion entschieden haben“, sagte Weinberg. Er verwies auf „das im Grundgesetz verankerte Recht, seine Religion frei ausüben zu können“.

          Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, vermutet, dass von den Eltern schon auf kleine Kinder Druck ausgeübt wird, das Kopftuch zu tragen. „Kopftücher in der Schule sind integrationsfeindlich, weil sie bereits in Kindergärten und Grundschulen zur äußerlichen Abgrenzung beitragen.“

          Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor hält ein Verbot für den falschen Weg. Sie sagte am Freitag im Deutschlandfunk, damit polarisiere man nur und zwinge die Kinder zu einer Entscheidung zwischen Elternhaus und Schule. Besser wäre es, die Eltern mit pädagogischen Mitteln zu erreichen und zum Beispiel Moscheevereine einzuladen, die gegen Kopftücher für junge Mädchen argumentierten.

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