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Bericht der Bundesregierung : Zahl der Angriffe auf Muslime und Moscheen deutlich gesunken

  • Aktualisiert am

Tag der offenen Moschee 2019 in Duisburg-Marxloh Bild: dpa

Muslime und Moscheen in Deutschland sind im ersten Quartal dieses Jahres deutlich seltener angegriffen worden als zuvor. „Die Linke“ sieht das als Folge der „Ächtung des Rassismus“.

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          Die Zahl der Übergriffe auf Muslime, Moscheen und andere muslimische Einrichtungen ist laut einem Bericht der Bundesregierung im ersten Quartal dieses Jahres deutlich gesunken. Von Januar bis März seien bundesweit nach vorläufigen Zahlen insgesamt 91 islamfeindliche Vorfälle verzeichnet worden, berichtete die „Neue Osnabrücker Zeitung“ am Donnerstag. Das Blatt berief sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Im Vorquartal seien es noch 197 Übergriffe gewesen und im Vorjahresquartal 275. Verletzt worden seien im ersten Quartal 2021 zwei Personen, im Vorquartal waren es sechs.

          Sechs der Taten richteten sich demnach gegen Moscheen. Zu den Vorfällen zählten Volksverhetzung, Beleidigungen, Beschimpfungen, Störung der Religionsausübung und Sachbeschädigung. Die endgültigen Zahlen dürften laut Linksfraktion durch Nachmeldungen allerdings noch steigen.

          Die innenpolitische Expertin der Linksfraktion Ulla Jelpke zeigt sich erfreut über die erstmals seit Jahren so stark gesunkenen Zahlen. Sie sehe darin „eine Folge der verstärkten medialen, politischen und gesellschaftlichen Bewusstseinswerdung und Ächtung von Rassismus im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste“, sagte sie der Zeitung. Ob es sich tatsächlich um eine Trendwende handele, bleibe aber abzuwarten.

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