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Truppenabzug : Bundesregierung wurde über amerikanische „Überlegungen“ informiert

  • Aktualisiert am

Donald Trump zu Besuch in Ramstein Bild: dpa

Eine offizielle Bestätigung des Vorhabens, einen Teil der amerikanischen Soldaten aus Deutschland abzuziehen, steht noch immer aus. Zumindest vage Informationen scheinen der Bundesregierung aber vorzuliegen.

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          Die Bundesregierung ist von Amerika über mögliche Pläne für einen Abzug von in Deutschland stationierten Soldaten in Kenntnis gesetzt worden. „Die Bundesregierung ist darüber informiert worden, dass es in der US-Administration Überlegungen gibt, die Präsenz der US-Streitkräfte in Deutschland zu reduzieren“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin auf die Frage, ob es aus Washington nach entsprechenden Medienberichten auch eine offizielle Bestätigung gegeben habe. Sie fügte hinzu: „Eine abschließende Entscheidung gibt es nach unserem Kenntnisstand aber nicht.“

          Nach Medienberichten will der amerikanische Präsident Donald Trump 9500 der rund 34.500 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Eine offizielle Bestätigung aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon hat es bisher nicht gegeben. Der republikanische Präsident und sein bisheriger Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatten bereits im vergangenen Jahr mit einem Abzug gedroht - auch mit Blick auf die deutschen Militärausgaben, die trotz Erhöhung noch weit unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen.

          Die mutmaßlichen Pläne des amerikanischen Präsidenten haben am Dienstag zahlreiche republikanische Mitglieder des Kongresses auf den Plan gerufen. Unter ihnen namhafte Anhänger Donald Trumps. In einem Brief an den Präsidenten, über den der „Spiegel“ berichtet, fordern die Politiker von ihm, die Weisung zurückzunehmen.

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