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Kampf gegen „IS“ : Bundesregierung will keine Bodentruppen nach Syrien schicken

  • Aktualisiert am

Deutsche Bodentruppen – wie hier in Afghanistan – will die Bundesregierung nicht nach Syrien entsenden. Bild: dpa

Die Bundesregierung will den Syrien-Einsatz wie bisher fortführen – und erteilt der Bitte des amerikanischen Sonderbeauftragten damit eine Absage.

          Die Bundesregierung hat der Bitte der Vereinigten Staaten um deutsche Bodentruppen für den Einsatz gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien eine Absage erteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, dass die Regierung nur die bisherigen militärischen Beiträge zur Anti-IS-Koalition – „Tornado“-Aufklärungsjets, ein Tankflugzeug und Ausbilder im Irak – fortführen wolle.

          Auf Nachfrage fügte er hinzu: „Wenn ich sage, dass die Bundesregierung es ins Auge fasst, ihre bisherigen Maßnahmen im Rahmen der Anti-IS-Koalition fortzuführen, dann zählen dazu bekanntlich keine Bodentruppen.“

          Der amerikanische Sonderbeauftragte für Syrien und die Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, hatte die Bundesregierung am Freitag bei einem Besuch in Berlin um zusätzliche Unterstützung für den Kampf gegen den IS gebeten. „Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen“, sagte er nach seinen Gesprächen der Deutschen Presse-Agentur und der „Welt am Sonntag“.

          Es gehe ihm um die Unterstützung der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte im Nordosten des Landes mit Ausbildern, Logistikern und technischen Hilfskräften der Bundeswehr. Noch im Juli erwarte er eine Antwort der Bundesregierung.

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