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Impfung in Arztpraxen : Bundesregierung hebt Priorisierung für AstraZeneca auf

  • Aktualisiert am

Jens Spahn spricht am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Bild: AFP

In Deutschland können sich künftig alle Menschen bei ihren Hausärzten mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. Die Priorisierung für das Vakzin ist damit aufgehoben, wie Gesundheitsminister Jens Spahn mitteilte.

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          Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff.

          Die Entscheidung darüber, wer wann mit dem Impfstoff des Herstellers geimpft wird, falle ab sofort nur noch „nach ärztlichem Ermessen“, kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstagabend in Berlin vor Journalisten an. 

          Weiterhin stellte Spahn in Aussicht, dass die Impfstoff von BioNTech „Stand heute“ nach Auswertung der Daten im Juni für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen werde. Damit könnten unter sonst gleichbleibenden Umständen bis Ende August für alle Kinder der Altersklasse bis Ende August eine erst Impfung angeboten werden. 

          Die Länder wollen laut Spahn jeweils für sich Konzepte erstellen, wie bis Ende August allen zwölf  bis 18-Jährigen eine erste Impfungen angeboten werden kann. Der Bund wolle sicherstellen, dass dafür die nötigen Impfdosen für diese Altersgruppe auch verfügbar sind.

          „Gerade die Eltern und die Kinder dürfen erwarten, dass wir diese Frage bestmöglich vorbereiten“, sagte Spahn. Sie litten wie viele andere auch seit Monaten unter dieser Pandemie. Es gehe auch darum, „ob und wie Schule wieder losgehen kann nach den Sommerferien“.

          Spahn zeigte sich mit dem Fortgang der Impfkampagne in Deutschland sehr zufrieden. Es sei „gelungen, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der Bundesgesundheitsminister. Im April seien so viele Menschen vakziniert worden wie in den drei Monaten zuvor. Am gestrigen Tage seien zum wiederholten Male eine Million Dosen verimpft worden. Das, so Spahn, hätten bislang nur ganz wenige große Länder wie die Vereinigten Staaten geschafft.  

          Zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen, die Impfreihenfolge in Deutschland weiter einzuhalten. Besonders gefährdete Gruppen sollten nach wie vor bevorzugt geimpft werden. Das Gremium teilte am Donnerstag mit, es gebe einen „noch beträchtlichen Anteil an impfbereiten Personen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf, die noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten“. So seien zuletzt rund 45 Prozent der 70- bis 79-Jährigen und fast siebzig Prozent der 60- bis 69-Jährigen noch nicht geimpft gewesen. Wenn immer mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, könnten in den nächsten Monaten verschiedene Gruppen parallel geimpft und Priorisierungsstufen regional zeitversetzt angepasst werden, teilte die Kommission mit. Eine Priorisierung sei „weiterhin sinnvoll“.

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