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Bundespräsident : Druck auf Gauck wegen zweiter Amtszeit nimmt zu

  • Aktualisiert am

Kandidiert Joachim Gauck für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident? Bild: dpa

Eigentlich gingen die Parteispitzen in Berlin seit längerem davon aus, dass Joachim Gauck keine zweite Amtszeit als Bundespräsident anstrebt. Nun wollen ihn offenbar immer mehr führende Politiker zu einer abermaligen Kandidatur bewegen.

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          Angesichts der großen Herausforderungen in der Flüchtlingskrise versuchen führende Politiker, Bundespräsident Joachim Gauck, 76, dazu zu bewegen, sich noch einmal wählen zu lassen. „Ich würde mir wünschen, dass Joachim Gauck für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht“, sagte CSU-Chef Horst Seehofer dem Magazin „Spiegel“. „Er hat mit seinen ausbalancierten, klugen Aussagen bewiesen, dass er der richtige Mann im Schloss Bellevue ist.“

          Auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Gauck demnach bereits zum Weitermachen ermuntert. Auch aus dem Bundeskanzleramt sei zu hören, dass auch Angela Merkel eine zweite Amtszeit Gaucks befürworte, schreibt das Magazin. „Das würde uns viele Probleme ersparen“, heißt es. Im derzeit angespannten Klima wolle die Koalition keinen Streit um einen neuen Kandidaten riskieren. „Er übt das Amt des Bundespräsidenten auf ganz hervorragende Weise aus“, zitiert der „Spiegel“ den hessischen Ministerpräsidenten und Vize-CDU-Chef Volker Bouffier.

          Auch Grüne für zweite Amtszeit Gaucks

          Auch Grünen-Chef Cem Özdemir wünscht sich demnach Gaucks Verbleib im Schloss Bellevue, denn dieser fülle das höchste deutsche Staatsamt mit Würde, Weitsicht und Gelassenheit aus. „Wir Grüne haben ihn beim ersten Mal unterstützt. Wir werden es wieder tun“, so Özdemir. Gauck hat sich bisher nicht zu einer abermaligen Kandidatur geäußert.

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