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Bundesentwicklungsminister : Uni Regensburg prüft Gerd Müllers Doktorarbeit

  • Aktualisiert am

Unter Plagiatsverdacht: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Bild: dpa

Die Universität Regensburg prüft die Doktorarbeit von Entwicklungsminister Gerd Müller wegen eines Plagiatsvorwurfs. Ein kommerzieller Plagiatsjäger will handwerkliche Fehler entdeckt haben.

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          Wegen eines Plagiatsvorwurfs prüft die Uni Regensburg die Doktorarbeit von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Das berichten übereinstimmend die „Bild“-Zeitung und die Zeitung „Die Welt“. Müller soll eine Textpassage seiner Arbeit abgeschrieben haben: „Da gibt es handwerkliche Fehler“, sagte Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder zu „Bild“. An einigen zitierten Textpassagen sollen die Zitierzeichen fehlen. Müller wies die Plagiatsvorwürfe als „nicht nachvollziehbar“ zurück.

          Der Minister begrüße es, dass sich der Ombudsmann der Universität Regensburg der Vorwürfe annehme, dies werde für Klarheit sorgen, so seine Sprecherin in der „Welt“. Die rund 400 Seiten starke Doktorarbeit mit dem Titel „Die Junge Union Bayern und ihr Beitrag zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung“ hatte Müller 1987 in Regensburg eingereicht.

          Heidingsfelder soll von jemandem beauftragt worden sein, Müllers Arbeit zu überprüfen. Auf der Seite politplag.de bietet er Überprüfungen von Politiker-Dissertationen kommerziell an. Er betreibt auch die kommerzielle Seite vroniplag.de, die ähnlich klingt wie das bekanntere Vroniplag Wiki, damit aber nicht zu verwechseln ist. Der „Augsburger Allgemeinen“ sagte Heidingsfelder, dass er sich bloß zehn Stunden mit Müllers Arbeit befasst habe, aber „schnell auf den ersten Fund gestoßen“ sei. Er wirft Müller aber nicht vor, gezielt getäuscht zu haben.

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