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Bundesbericht : Eine Promotion lohnt sich

  • -Aktualisiert am

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek Bild: obs

Am Freitag nahm Bildungsministerin Karliczek den Bundesbericht zum wissenschaftlichen Nachwuchs entgegen. Wer promoviert, hat nach ihren Worten Chancen auf „hervorragende Karriereverläufe“.

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          Die Arbeitslosigkeit promovierter Jungwissenschaftler liegt in den ersten zehn Jahren nach der Promotion kontinuierlich bei etwa 1 bis 2 Prozent. „Wer promoviert, kommt also auf dem Arbeitsmarkt unter. Mehr noch: Eine Promotion eröffnet Chancen auf hervorragende Karriereverläufe“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Freitag in Berlin, wo sie den Bundesbericht „Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021“ entgegennahm. Dieser Bericht erscheint alle vier Jahre und wird von einem unabhängigen wissenschaftlichen Konsortium erstellt. Der Anteil der Promovierten ist in den Fächern sehr unterschiedlich: in Kunst sind es vier Prozent und in Biologie 67 Prozent.

          Die Quoten für befristete Arbeitsverhältnisse bei den Promovierten seien zwar leicht gesunken, blieben aber zu hoch, kritisierte Karliczek. Noch immer sind 92 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter an Hochschulen befristet angestellt, bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind es 83 Prozent. Der Bund setze sich mit Nachdruck für attraktive Beschäftigungsverhältnisse und Karriereperspektiven in der Wissenschaft ein und erwarte, dass die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch tatsächlich mehr unbefristete Stellen schafften, sagte Karliczek.

          70 Prozent der Promovierten verlassen das Wissenschaftssystem im ersten Jahr nach ihrem Abschluss und 80 Prozent binnen zwei Jahren. Nur ein Fünftel der Promovierten bleibt in der Wissenschaft. Noch immer fällt die Entscheidung, ob ein promovierter Jungwissenschaftler auf eine Dauerstelle kommt, sehr spät. Das Durchschnittsalter bei den Erstberufungen liegt noch immer bei 40 Jahren. Daran haben auch die unterschiedlichen Qualifizierungspfade zur Professur nichts geändert. In Deutschland kann ein Jungwissenschaftler wissenschaftlicher Mitarbeiter sein, sich in einem Tenure-Track-Verfahren befinden, als Juniorprofessor beginnen oder den traditionellen Weg über die Habilitation gehen, der vor allem in den Naturwissenschaften immer seltener gewählt wird.

          Der Anteil der Frauen bei Neubesetzungen von Professuren hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren verdoppelt. Bei den W2-Professuren sind es inzwischen 34 Prozent, bei den W3-Professuren 27 Prozent.

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