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Bund der Vertriebenen : Erika Steinbach hört auf

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Erika Steinbach hört als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen auf Bild: Fiechter, Fabian

Erika Steinbach hört als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen auf. „Nach 16 Jahren ist es an der Zeit, diese Aufgabe in andere Hände zu legen“, sagte die CDU-Politikerin im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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          Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, stellt sich nicht mehr zur Wahl. „Nach 16 Jahren ist es an der Zeit, diese sehr intensive und fordernde Aufgabe in andere Hände zu legen. Das tue ich mit gutem Gewissen“, sagt sie im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Gegen alle Widerstände“ sei es durch die Gründung der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ gelungen, „dass heute eine Gedenkeinrichtung des Bundes, in der das Schicksal der deutschen Vertriebenen in die nächsten Generationen vermittelt wird, in Berlin im Aufbau ist.“

          Auf die Frage nach Entschädigungsforderungen sagte sie: „Für mich stand und stehen die menschlichen Schicksale und die gesamtdeutsche Tragödie absolut im Vordergrund. Nichts davon lässt sich durch Restitution der völkerrechtswidrigen Enteignungen lindern. Das Herunterbrechen auf die merkantile Ebene verstellt nach meiner Überzeugung den Blick auf die Gesamttragödie.“

          Was das Rückkehrrecht für Vertriebene anbelangt, so sei das Völkerrecht eindeutig: „Vertriebene haben das Recht, in die Heimat zurückzukehren. Allerdings zeigt sich, dass hehre Worte zumeist Utopie bleiben. Das gilt auch für die Europäische Union. Alle Beitrittsverhandlungen haben das leider sehr deutlich gezeigt“, sagte Steinbach der F.A.Z. Erika Steinbach wurde 1943 im westpreußischen Rahmel als Tochter eines Wehrmachtssoldaten geboren. Sie war die erste Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, die keine Erinnerung an die Heimat jenseits von Oder und Neiße hat.

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