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Bürgermeisterkandidat mit Rastalocken : Rumgedisse scheitert knapp

  • Aktualisiert am

Als Bürgermeisterkandidat gescheitert, als Stadtrat gewählt: Tobias Kalbitzer Bild: dpa

Tobias Kalbitzer alias Karl-Heinz Rumgedisse hat sein großes Ziel, Bürgermeister im bayrischen Schongau zu werden, nur knapp verfehlt. Seine Kandidatur begann als Schnapsidee, am Ende erhielt er 49,7 Prozent der Stimmen.

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          Tobias Kalbitzer alias Karl-Heinz Rumgedisse hatte in Schongau Großes vor. Er wollte Bürgermeister der oberbayerischen Kleinstadt werden. Und seine Chancen standen gut.

          Bei der Stichwahl in der oberbayerischen Kleinstadt Schongau unterlag der 27-Jährige von der Alternativen Liste am Sonntag mit starken 49,7 Prozent der Stimmen. Neuer Bürgermeister ist Falk Sluyterman (SPD), der 50,3 Prozent holte. Die Beteiligung an der Stichwahl lag nach Behördenangaben bei 58,2 Prozent, deutlich mehr als in vielen anderen Kommunen.

          Überregional bekanntgeworden war Kalbitzer mit einem Video auf seiner Facebook-Seite. Darin trinkt er eine Halbe Bier auf ex und fordert seine Gegenkandidaten dazu auf, es ihm nachzumachen. Hintergrund der Aktion war das „Socialbeergame“, das auf Facebook Furore macht.

          Die Bürgermeisterkandidaten der anderen Parteien gingen damals zwar nicht auf seine Aufforderung ein und nahmen Kalbitzer auch ansonsten nicht sehr ernst, doch über das Internet meldeten sich Hunderte Unterstützer. Und so aus dem Spaß wurde Ernst. Die unabhängige Wählervereinigung „Karl-Heinz Rumgedisse“ erzielte im ersten Wahlgang 28,8 Prozent der Stimmen. Den CSU-Kandidaten ließ Rumgedisse damit bereits deutlich hinter sich.

          Obgleich er in der Stichwahl scheiterte, wird Tobias Kalbitzer in den nächsten Jahren als Stadtrat für seinen Ort arbeiten. Denn bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen erhielt er von etwa 9000 Wahlberechtigten 5656 Stimmen. So viele, wie kein Stadtrat je zuvor in Schongau erhielt.

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