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„Bürger fühlen sich unsicher“ : AfD-Chefin Petry hat kein Problem mit Waffen

  • Aktualisiert am

AfD-Chefin Frauke Petry Bild: dpa

Die AfD lehnt eine Verschärfung des Waffenrechts ab. „Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst zu schützen“, fordert Parteichefin Petry. Der Staat habe sein Gewaltmonopol stellenweise verloren.

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          Die Vorsitzende der rechtspopulistischen AfD, Frauke Petry, hat Verständnis dafür, dass sich immer mehr Menschen in Deutschland Waffen zulegen. „Viele Bürger fühlen sich zunehmend unsicher. Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu schützen“, sagte Petry den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag.

          „Wir alle wissen, wie lange es dauert, bis die Polizei, gerade in dünn besiedelten Gebieten, zum Einsatzort gefahren kommt“, sagte sie. Es sei „kein Grund zur Besorgnis“, wenn Bürger sich bewaffneten. Bund und Länder hätten die Polizei systematisch kaputtgespart. Der Staat habe sein Gewaltmonopol „stellenweise verloren“. Eine Verschärfung des Waffenrechts lehnte Petry kategorisch ab. Dies würde „die anständigen Bürger treffen – und nicht diejenigen, die sich Waffen im Darknet beschaffen“, sagte sie.

          Kleine Waffenscheine stärker nachgefragt

          Immer mehr Bürger besorgen sich einen kleinen Waffenschein, wie er für das verdeckte Führen von entsprechend zugelassenen Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Reizgas nötig ist. Im ersten Halbjahr 2016 stieg die Zahl solcher Bescheinigungen um 49 Prozent auf rund 402.000, berichtete die „Welt am Sonntag“ im Juli unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Im ersten Halbjahr 2015 waren lediglich 269.899 kleine Waffenscheine registriert gewesen.

          Mehr erlaubnispflichtige scharfe Schusswaffen hat sich die Bevölkerung demnach jedoch nicht zugelegt. Die Zahl der Waffenbesitzkarten sei laut Ministerium leicht auf 1,894 Millionen im ersten Halbjahr gesunken. Ein Jahr zuvor seien es 1,898 Millionen gewesen.

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