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CDU/CSU im Bundestag : Brinkhaus will nach Wahl Fraktionschef bleiben

  • Aktualisiert am

Ralph Brinkhaus verdrängte im September 2018 Volker Kauder als Fraktionschef der Union. Bild: dpa

Zur Bundestagswahl wird Ralph Brinkhaus etwa drei Jahre an der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag stehen. Wenn es nach ihm geht, soll das auch so bleiben – obwohl über einen Anderen spekuliert wird.

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          Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will sein Amt nach der Bundestagswahl behalten. „Ich möchte gerne Fraktionsvorsitzender bleiben“, sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post.

          Zu Spekulationen, wonach das Amt an den bisherigen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fallen könnte, der im Kampf um den Parteivorsitz im Team mit Armin Laschet angetreten war, sagte Brinkhaus: „Erstens wird der Fraktionsvorsitzende von der Fraktion gewählt. Und zweitens hat Armin Laschet nach meinen Informationen bislang eine einzige personelle Festlegung getroffen: Nämlich, dass er der nächste Bundeskanzler werden möchte. Und das unterstütze ich.“

          Lob für Merz-Entscheidung

          Laschet hat angekündigt, dass er kein Schattenkabinett aufstellen will. Klargemacht hat er bisher nur, dass er den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz in sein Wahlkampfteam holen will. Brinkhaus begrüßte das: „Das bewusste Zeichen für Friedrich Merz war wichtig, weil die Konkurrenzsituation zwischen ihm und Armin Laschet die Partei lange in Atem gehalten hat“, sagte er. „Dass sich Friedrich Merz jetzt einreiht, sich als Mitglied des Teams Laschet bekennt und alles dafür tut, dass Armin Laschet Kanzler wird, ist ein gutes Signal.“

          Mit Blick auf das angespannte Verhältnis zwischen Laschet und CSU-Chef Markus Söder sagte Brinkhaus: „Die bayerischen Wählerinnen und Wähler erwarten einerseits die Geschlossenheit der Union, andererseits die Eigenständigkeit der CSU. Insofern ist alles im grünen Bereich. In der Bundestagsfraktion arbeiten CDU und CSU sehr eng zusammen. Wir stimmen uns gut und eng mit Armin Laschet und Markus Söder ab. Ich denke, dass momentan auch jedes Wort aus München zu sehr auf die Goldwaage gelegt und überinterpretiert wird.“

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