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Falsche Väter : Perfides Geschäft mit schwangeren Frauen?

Brennpunkt mit viel Zuwanderung: Eine Hochhaussiedlung in Bremen (Archivbild von September 2011) Bild: 55164106 © Jörg Müller / Agentu

In Bremen beantragen immer mehr schwangere Frauen aus Afrika Sozialleistungen. Sie geben an, der Kindsvater sei deutscher Staatsbürger. Steckt dahinter organisierte Kriminalität?

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          Im Jahr 2017 fiel Mitarbeitern des Jobcenters in Bremen erstmals auf, dass ihnen immer häufiger Menschen mit einer ähnlichen Biographie gegenübersitzen. Frauen, die aus Afrika stammen, genauer aus den westafrikanischen Ländern Nigeria oder Ghana. Sie kommen jedoch nicht direkt aus Afrika nach Deutschland, sondern haben sich vorher häufig über mehrere Jahre in anderen europäischen Staaten aufgehalten, vorwiegend in Italien. Die Frauen sind unverheiratet, im Schnitt Mitte dreißig. Und sie waren bei ihrer Einreise nach Deutschland schwanger.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Die Frauen melden sich zunächst oft bei der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber, begehren dort aber kein Asyl. Stattdessen melden sie sich kurze Zeit später bei den deutschen Behörden mit einer notariellen Anerkennung der Vaterschaft für das ungeborene Kind. Bei den Männern handelt es sich häufig um deutsche Staatsbürger. Sobald die Behörden die Vaterschaft eines Deutschen anerkennen, ergibt sich daraus, dass auch das neugeborene Kind die deutsche Staatsbürgerschaft bekommt. Und die Mütter erhalten eine langfristige Aufenthaltserlaubnis sowie Zugang zu Sozialleistungen für sich und das Kind. Denn die Väter zahlen weder für die alleinerziehenden Mütter noch für die Kinder, da sie selbst in den allermeisten Fällen von staatlicher Hilfe leben.

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