Brasiliens Präsident in Berlin :
Mit offenen Armen ins Ungewisse

Von Matthias Wyssuwa, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Scholz, Lula und deren Kabinetsmitglieder am Montag im Kanzleramt in Berlin
Brasiliens Präsident Lula besucht Steinmeier und Scholz in Berlin. Nicht in allen Themen ist man sich einig – und es wird immer deutlicher, dass das Mercosur-Abkommen nicht so bald verwirklicht werden kann.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien haben in diesem Jahr mit einer Erleichterung und einer Umarmung begonnen. Und es endet an diesem Montag mit etwas mehr Ernüchterung und einem kalten Empfang in Berlin – wobei Letzteres allein den Temperaturen geschuldet ist. Die Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und Frank-Walter Steinmeier müssen sich so am Morgen nach der offiziellen Begrüßung vor dem Schloss Bellevue erst mal im Schloss ihrer schweren Mäntel entledigen, bevor der Brasilianer sich ins Gästebuch eintragen kann und die beiden sich schließlich wieder ganz eng beieinander die Hände schütteln. Als Lula und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sich wenig später mit ihren Ministern zu einem Gruppenfoto aufstellen, wird sich auch wieder gegenseitig geherzt und gelacht.

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