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Brandenburg vor der Wahl : Es kann so schwierig sein

Delegierte stimmen beim AfD Parteitag des Landesverbands in Brandenburg ab. (Foto vom 13. Oktober 2018). Bild: dpa

Kommendes Jahr wählt Brandenburg einen neuen Landtag. Die AfD liegt in einer Umfrage vorne, die SPD könnte ihren Erbhof verlieren – nach fast 30 Jahren. Und ein CDU-Mann will Neues wagen.

          5 Min.

          Es kann so einfach sein. So lautet der offizielle Werbespruch des Landes Brandenburg. In dem ostdeutschen Bundesland mit seinen 2,5 Millionen Einwohnern war es tatsächlich lange einfach. Zumindest, wenn es um die politischen Kräfteverhältnisse ging.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Klar war: Die SPD regiert. Sie tut das seit 28 Jahren als selbsternannte Brandenburg-Partei, einmal hatte sie sogar die absolute Mehrheit, ansonsten war sie der Senior in Koalitionen mit der CDU oder der Linkspartei. Wer etwas werden wollte in der Mark, der trat bei den Sozialdemokraten ein. Doch die Machtbasis der SPD, die im Land so selbstverständlich und oft selbstherrlich regierte wie die CDU in Sachsen, bröckelt schon lange, die Partei befindet sich im Niedergang. „Die SPD ist heute ausgebrannt, altbacken und langweilig“, sagt Ursula Nonnemacher, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Potsdamer Landtag. In der letzten Umfrage vom September kam die SPD nur auf 23 Prozent, vor vier Jahren waren es noch knapp 32 gewesen. Ebenfalls 23 Prozent erreichte in der genannten Umfrage die AfD. Die CDU kam auf 21, die mit der SPD regierende Linke auf 17 Prozent.

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