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Landtagspräsident Boris Rhein : „Frankfurt ist eine Hypothek für Bündnisse mit den Grünen“

Boris Rhein: „Die Krise ist die Stunde der Landesparlamente und des Föderalismus, nicht die Stunde der Exekutive.“ Bild: Lucas Bäuml

Boris Rhein ist Präsident des hessischen Landtags. Im Interview spricht er über eigene Ambitionen, sein Verhältnis zu Ministerpräsident Bouffier und die Folgen des Bruchs zwischen seiner CDU und ihrem langjährigen Koalitionspartner in Frankfurt.

          7 Min.

          Boris Rhein, geboren 1972 in Frankfurt, hat in seiner Heimatstadt Jura studiert und sich dort 2001 als Rechtsanwalt niedergelassen. Politik-Erfahrungen sammelte er auf der kommunalen und auf der Landesebene. 1999 zog Rhein zum ersten Mal als Direktkandidat für die CDU in den Hessischen Landtag ein. 2006 wurde er in Frankfurt hauptamtlicher Stadtrat für Recht, Wirtschaft und Personal. Drei Jahre später wechselte Rhein wieder nach Wiesbaden – zunächst als Staatssekretär im Innenministerium unter dem heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, dann als Innenminister. Vier Jahre später übernahm Rhein das Ressort Wissenschaft und Kunst. Zu Beginn der laufenden Wahlperiode wurde der Jurist einstimmig zum Präsidenten des Hessischen Landtags gewählt. Seine Funktion als Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Frankfurt hat er gerade abgegeben. Rhein ist Frankreich-Liebhaber und privat gern auf dem Rennrad unterwegs. Mit seiner Frau, einer Richterin, hat er zwei Söhne.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.
          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Herr Rhein, jahrzehntelang waren Sie als Vollblutpolitiker unterwegs, bis Sie zu Beginn der Wahlperiode in das eher langweilige Amt eines Parlamentspräsidenten kamen.

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