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Boostern und Erstimpfung : Wie kann Deutschland so viele Menschen auf einmal impfen?

Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes impft eine Passantin am 2. November in Mainz. Bild: Michael Braunschädel

Als das Impfen losging, war das Serum knapp und die Menschen kamen nacheinander dran. Nun wollen alle auf einmal ihren Booster haben und könnten bald auch noch Kinder ab fünf Jahren geimpft werden. Wie soll das gehen?

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          Alle, die in Deutschland impfen, stehen vor der schwersten Zeit, seit es Corona gibt. In den kommenden Wochen und Monaten sollen sie nicht nur alle Erwachsenen impfen, die sich endlich zu einer Erstimpfung entschlossen haben. Sie sollen auch allen anderen eine Boosterimpfung geben. Und, um den Andrang noch zu steigern, sollen sie von der Weihnachtszeit an auch noch die ganzen Kinder impfen, die älter als fünf Jahre sind. Für die Zeit kurz vor Weihnachten wird nämlich eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission für die Kindervariante des Impfstoffs erwartet.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Im Frühling gab es wenig Impfstoff, die Priorisierungsgruppen kamen nacheinander dran, die Menschen warteten artig viele Wochen, bis sie dran waren. Jetzt kommen alle auf einmal. Stephanie Goldhammer ist ärztliche Leiterin der Firma EcoCare, die neun Impfzentren betreibt. Sie sagt: „Es ist wirklich ein Sturm.“ Iris Minde, die im Fachausschuss des Städtetages und in ihrer Leipziger Klinik Sankt Georg ein Impfzentrum betreibt, sagt es so: „Der Ansturm ist enorm, und man wird förmlich überrannt.“ Das Wegschicken der Leute sei „sehr unangenehm, und oftmals entstehen auch Diskussionen“. Das Klinikum musste den Wachschutz einsetzen.

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