https://www.faz.net/-gpf-ak0q3

Booster für 12- bis 17-Jährige : Eltern erhalten Gewissheit

  • -Aktualisiert am

Booster-Impfung in Dresden Bild: dpa

Die Frage, ob die Kinder eine Auffrischimpfung brauchen, treibt viele Familien um. Die Empfehlung der STIKO macht die Entscheidung leichter.

          1 Min.

          Die Frage, ob man seine Kinder impfen lässt, beschäftigt seit Monaten auch Familien, die kein grundsätzliches Problem in Impfungen gegen das Coronavirus sehen. Kinder und Jugendliche haben nun einmal ein sehr geringes Risiko, schwer zu erkranken.

          Viel mehr als bei anderen Altersgruppen hat das Impfen hier eine solidarische und soziale Komponente: Es dient primär dem Schutz der Allgemeinheit, nicht zuletzt dem der Eltern und Großeltern, und es ermöglicht soziale Teilhabe.

          Trotzdem hat die STIKO nun festgestellt, dass angesichts der Omikron-Welle Auffrischimpfungen auch im Alter von 12 bis 17 Jahren ratsam sind. Das dürfte die unübersichtliche Lage in den Arztpraxen und Impfzentren beenden, wo Jugendliche am einen Ort geboostert wurden, am anderen nicht.

          Die Politik hat oft keine Geduld mit der langsamen Arbeitsweise der Kommission, und auch jetzt hat das ehrenamtlich arbeitende Gremium wieder eine Weile gebraucht, um zu einer Einschätzung zu gelangen. Soweit es dafür organisatorische Gründe gibt, müsste die Politik sie beheben.

          Es gibt aber einen Unterschied zwischen der Zulassung durch die EMA, in der es vor allem um die Wirksamkeit geht, und den Empfehlungen der STIKO. Sie sind eine Aussage darüber, ob eine Impfung nach Stand der Dinge auch sinnvoll ist, für die Impflinge wie für die Bevölkerung insgesamt. Für alle Eltern, die darauf gewartet haben, liegt diese Information nun vor.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sinnbild für einen narzisstischen Chef: Michael Douglas als Gordon Gekkoim Film „Wall Street“

          Narzissmus im Job : Wenn der Chef nur sich selbst liebt

          Der Vorgesetzte ist dominant, leicht kränkbar oder cholerisch? Schnell liegt der Verdacht einer Persönlichkeitsstörung in der Luft. Doch schwierige Chefs sind nicht immer gleich Narzissten.
          Muss sich auch Friedrich Merz gegen Markus Söder durchsetzen? Merz und Söder auf dem Parteitag der CDU.

          Merz souverän gewählt : Schon drohen der CDU neue Wunden und Wirren

          Die souveräne Wahl von Friedrich Merz ist ein Zeichen dafür, dass Angela Merkel fast schon vergessen ist. Ausgerechnet ein „Konservativer“ steht für den Wunsch, dass nun etwas Neues, Anderes beginnen möge.
          Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB)

          Anleihekäufe : Die EZB bleibt im Krisenmodus

          Die jüngsten Beschlüsse zu den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank sind rechtlich bedenklich und strategisch äußerst ungeschickt, schreiben die Gastautoren Laus Adam und Hans Peter Grüner.