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Aussage zu Boateng : Ramelow kritisiert Medien-Hype um Gauland-Zitat

  • Aktualisiert am

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow Bild: dpa

Thüringens Ministerpräsident bemängelt, dass die Nachbarn-Aussage des AfD-Vize über den deutschen Nationalspieler „Tage lang“ in den Schlagzeilen war. Andere wichtige Nachrichten wären dadurch in den Hintergrund gerückt.

          Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht die Reaktionen auf die Äußerung von AfD-Vize Alexander Gauland über den Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng kritisch. Bei einer Veranstaltung in der Berliner Katholischen Akademie bemängelte Ramelow am Mittwochabend, dass Gaulands Worte „Tage lang in den Hauptschlagzeilen waren“. Zugleich seien Flüchtlingskatastrophen in den Hintergrund getreten. „Auch damit betreibt man das Geschäft der AfD“, so der Ministerpräsident.

          Gauland hatte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt, „die Leute“ fänden Boateng „als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Diese Äußerung stieß auf scharfe Kritik. So bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Gaulands Worte als „niederträchtig und traurig“.

          Ramelow sprach zum Thema „Berlin von Erfurt aus gesehen“. Die Akademie eröffnete damit eine neue Gesprächsreihe über bundespolitische Herausforderungen aus Ländersicht. Am 3. November ist Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zu Gast, am 21. November Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

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