https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bnd-will-eigene-spionagesatelliten-kaufen-15276939.html

Geheimdienst : BND will eigene Spionagesatelliten kaufen

  • Aktualisiert am

Steuerzentrale von Satelliten des amerikanischen Geheimdienstes NSA Bild: Picture-Alliance

Der Bundesnachrichtendienst steht offenbar kurz vor dem Kauf eines Systems für eine Überwachung aus dem Weltraum. Dafür sollen rund 400 Millionen Euro bereitstehen.

          1 Min.

          Deutschland steht laut einem Medienbericht vor der Anschaffung von Spionagesatelliten für den Bundesnachrichtendienst (BND). Das Vertrauensgremium des Bundestag-Haushaltsausschusses habe grünes Licht für die Finanzierung des grundsätzlich bereits bekannten Vorhabens gegeben: 400 Millionen Euro stünden zunächst zur Verfügung, berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf Sicherheitskreise.

          Noch in diesem Monat könne der Auftrag für den Bau von bis zu drei Satelliten vergeben werden. Dafür lägen mindestens zwei Angebote vor: von Airbus und vom Bremer Raumfahrtkonzern OHB.

          Zur Begründung heißt es in einem dem Redaktionsnetzwerk vorliegenden Papier des Kanzleramts, der BND müsse in der Lage sein, „Informationen schnell und eigenständig beschaffen zu können, um möglichst unabhängige und aktuelle Lageeinschätzungen abgeben zu können“. Es reiche nicht aus, Bildmaterial auf dem kommerziellen Markt anzukaufen oder bei internationalen Partnern anzufragen.

          Die Linksfraktion im Bundestag lehnt die Pläne ab. „Die Bundeswehr verfügt bereits über ein entsprechendes System, das vielleicht noch optimiert werden könnte“, sagte André Hahn, Vizevorsitzender des Bundestagsgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, der Redaktion. Dem Bericht zufolge wird auch das Bundeswehr-System von OHB gebaut.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wollen eine Identifikationsnummer: Russische Bürger vor einem Bürgeramt in Almaty

          Mobilmachung in Russland : Abgesetzt aus Putins Reich

          Zigtausende Russen sind wohl schon nach Kasachstan geflohen. Dessen Präsident Tokajew verspricht Hilfe – und setzt sich von Putin ab.

          Sabotage an Nord Stream : Eine bekannte Gefahr

          Seit Montag entweicht aus drei Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2 Gas in die Ostsee. Nun fragen sich alle: Wer hat die Pipelines sabotiert?

          Superstar als Auslaufmodell : Zum Heulen mit Ronaldo

          Cristiano Ronaldo hat den Zeitpunkt für einen würdevollen Abschied verpasst. Der Superstar versucht verzweifelt, sich gegen den Lauf der Zeit zu stemmen. Damit wird er auch für seine Trainer zum Problem.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.