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Geheimdienst : BND-Chef Schindler muss gehen

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Gerhard Schindler löste 2012 Ernst Uhrlau als Präsident des Bundesnachrichtendienstes ab. Bild: dpa

BND-Chef Schindler muss seinen Posten vorzeitig räumen. Sein Nachfolger soll ein Vertrauter von Finanzminister Schäuble werden. Offenbar hat das Kanzleramt den Wechsel gewünscht, berichten mehrere Medien.

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          Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, soll nach Medieninformationen abgelöst werden. Sein Nachfolger an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes werde Bruno Kahl, ein Vertrauter von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Dienstagabend.

          Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat kurzfristig für diesen Mittwoch zu einem Hintergrundgespräch eingeladen. Es werde erwartet, dass bei dieser Gelegenheit der Wechsel verkündet werde, heißt es in den Medienberichten.

          Die Veränderung an der BND-Spitze kommt überraschend. Schindler war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, nachdem bekanntgeworden war, dass der BND in seiner Abhörstation in Bad Aibling Suchbegriffe des Geheimdienstes NSA eingesetzt hatte, mit denen auch europäische Verbündete ausspioniert worden waren. Der heute 63-Jährige steht seit 2012 an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes, der gut 6500 Mitarbeiter hat. In den vergangenen Monaten hatten ihn gesundheitliche Probleme beeinträchtigt.

          Wechsel an der Spitze : Bruno Kahl löst Gerhard Schindler als BND-Chef ab

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          Schindlers designierter 53 Jahre alter Nachfolger Kahl war von 2005 an Leiter des Ministerbüros und Sprecher des damaligen Bundesinnenministers Schäuble und damit einer der führenden Köpfe im Innenressort. Von 2006 bis 2009 war der promovierte Jurist Leiter des Leitungsstabes im Innenministerium. Er gehörte damit zum engsten Führungszirkel um Schäuble.

          Der heutige Finanzminister hatte sich in der Diskussion über die Zukunft des BND vor wenigen Wochen persönlich an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. Angesichts der Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus hatte er vor einer Schwächung des Geheimdienstes in Zuge von dessen Affären gewarnt.

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