Bluttest für Risiko-Schwangere :
Experten befürchten mehr Abtreibungen bei Down-Syndrom

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Soll für sogenannte Risiko-Schwangere Kassenleistung werden: Mit einem Bluttest kann die Wahrscheinlichkeit eines Down-Syndroms bei ungeborenen Babys festgestellt werden.
Ein Bluttest, der die Wahrscheinlichkeit eines Down-Syndroms bei ungeborenen Kindern berechnet, soll Kassenleistung werden. Betroffene warnen, dass die Angst vor Behinderung so verstärkt würde.

Ein kleiner Piks kann schwerwiegende Folgen haben: Bluttests bieten seit einigen Jahren die höchste Treffsicherheit, wenn es darum geht, die Wahrscheinlichkeit für ein Down-Syndrom bei Ungeborenen zu berechnen, ohne das Kind dabei zu gefährden. Geplante kostenlose Bluttests dieser Art könnten Experten zufolge zu mehr Abtreibungen führen. „Wir befürchten, dass künftig weniger Kinder mit Down-Syndrom zur Welt kommen als bislang“, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Down-Syndrom InfoCenters, Elzbieta Szczebak, anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags am 21. März.

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Quelle: chrs./dpaArtikelrechte erwerben