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Fremdenfeindlichkeit : BKA warnt vor „Klima der Angst“ in Deutschland

  • Aktualisiert am

Brandanschlag auf eine Turnhalle in Nauen: Flüchtlinge als Ziel von Gewaltverbrechen. Bild: dpa

Die Zahl der Anschläge auf Flüchtlingsheime steigt auch 2016 weiter an. Ein interner BKA-Bericht sieht eine Radikalisierung im rechten Milieu.

          Die Gewalt gegen Flüchtlinge hält an. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat seit Anfang des Jahres 368 Anschläge auf Asylunterkünfte registriert. Das teilte das BKA auf Anfrage von FAZ.NET mit. In 340 Fällen sollen rechtsmotivierte Täter dafür verantwortlich sein. In den übrigen Fällen kann eine politische Motivation noch nicht ausgeschlossen werden. In 137 Fällen handelt es sich um Sachbeschädigungen, in 73 um Gewaltdelikte und bei 40 um Brandanschläge. In vier Fällen haben Täter Sprengstoffexplosionen herbeigeführt. Die Zahlen sind auf dem Stand vom 18. April 2016.

          Damit setzt sich der traurige Rekord des vergangenen Jahres fort. 923 Mal wurden 2015 Flüchtlingsheime attackiert. Dabei handelte es sich bereits um einen sehr deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2014.

          Entkopplung fanatisierter Einzeltäter

          Ein interner BKA-Bericht, aus dem Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR zitieren, warnt vor körperlichen Übergriffen auf Flüchtlinge. „Neben Körperverletzungen muss in Einzelfällen mit Tötungsdelikten gerechnet werden“, zitieren die genannten Medien. Es ist die Rede davon, dass auch Journalisten, ehrenamtliche Helfer und Politiker zu Zielen rechter Gewalt werden könnten. Mit personenbezogenen Gewaltstraftaten bezwecke die rechte Szene ein „Klima der Angst“.

          Das BKA befürchtet demnach eine Entkopplung fanatisierter Einzeltäter von extremistischen Gruppen. Als Beispiel wird der Attentäter genannt, der der Kölner Oberbürgermeister Kandidatin Henriette Reker mehrere lebensbedrohliche Messerstiche zufügte.

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