https://www.faz.net/-gpf-7td7w

Waffenlieferung an Kurden im Irak : BKA warnt vor neuen Terrorgefahren durch IS-Miliz

  • Aktualisiert am

Kämpfer der Organisation Islamischer Staat Bild: AFP

Sollte die Bundesregierung Waffen an die Kurden im Irak liefern, könnte das auch in Deutschland Folgen haben. Das Bundeskriminalamt erwartet einem Pressebericht zufolge dann neue terroristische Bedrohungen.

          Das Bundeskriminalamt (BKA) erwartet einem Pressebericht zufolge neue terroristische Bedrohungen für Deutschland durch die geplanten Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak. Die Zeitung „Berliner Morgenpost“ (Sonntagausgabe) berichtet unter Berufung auf eine interne Gefährdungsanalyse des BKA, Mitglieder oder Sympathisanten der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) könnten das Vorgehen als illegitime Einmischung verstehen und Deutschland als Kriegsgegner betrachten. In der Folge drohten Vergeltungsanschläge auch in Deutschland.

          Zwar verfüge IS bisherigen Erkenntnissen zufolge hierzulande nicht über eigene Strukturen. Eine Gefährdung könne sich aber ergeben, „wenn sich westlich sozialisierte Personen nach einer ideologischen und paramilitärischen Schulung beim IS bereiterklären, in ihr Herkunftsland zurückzukehren und operativ tätig zu werden“. Außerdem warnt das BKA dem Blatt zufolge vor Einzeltätern und Gruppen, die Ziele von IS unterstützen, aber unabhängig von der Organisation agieren. Eine dritte Gefahr sehe das Amt in möglichen gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Demonstrationen.

          Die Bundesregierung entscheidet an diesem Sonntag darüber, welche deutschen Waffen an die Kurden zur Unterstützung des Kampfes gegen IS im Nordirak geliefert sollen. Im Gespräch sind panzerbrechende Waffen aus Bundeswehr-Beständen, die die kurdischen Peschmerga-Einheiten gegen Militärfahrzeuge einsetzen könnten, die die Islamisten von der irakischen Armee erbeutet haben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wie geht es weiter im Verfahren gegen Matteo Salvini?

          Abstimmung beendet : Salvini behält seine Immunität

          Gegen Matteo Salvini, den Vorsitzenden der rechtsnationalistischen Lega, wird wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung ermittelt. Doch die Fünf Sterne verhindern einen Prozess gegen den Lega-Chef.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.