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Zahlen für 2017 : Fast 100 Übergriffe auf Christen in Deutschland

  • Aktualisiert am

Gedenkgottesdienst in der Stadtkirche in Beeskow, Brandenburg (Archivbild von März 2017) Bild: dpa

Mord, Körperverletzung, Brandstiftung – das Bundeskriminalamt hat die Zahlen gewaltsamer Übergriffe auf Christen in Deutschland veröffentlicht. Unionspolitiker nennen die Auflistung alarmierend.

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          Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland fast 100 gezielte Angriffe auf Christen gegeben. Darunter waren ein Mord, neun Körperverletzungen und ein Fall von Brandstiftung, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag) unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) berichten.

          In rund einem Viertel der Fälle wurden demnach Kirchen und christliche Symbole angegriffen. In mindestens 14 Fällen seien „christenfeindliche Straftaten“ zwischen Asylbewerbern und Flüchtlingen begangen worden. Der Mordfall habe sich im April 2017 in Prien am Chiemsee ereignet und werde momentan vor Gericht verhandelt.

          Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte den Funke-Zeitungen, Integration in Deutschland bedeute, ohne Wenn und Aber die christlich-abendländische Wertekultur zu tolerieren. „Wer hier leben will, muss sich zwingend von einer christenfeindlichen Gesinnung verabschieden“, sagte Herrmann und fügte hinzu: „Sonst ist er in unserem Land schlicht nicht willkommen.“ Das sei kein bloßer Wunsch an die Flüchtlinge, „sondern eine zwingende Forderung“.

          Der Innenpolitiker und Justiziar der Unionsfraktion im Bundestag, Ansgar Heveling (CDU), begrüßte, dass jetzt Klarheit über das Ausmaß der Übergriffe bestehe. Er sagte den Funke-Blättern, die Zahl von fast 100 festgestellten christenfeindlichen Straftaten sei alarmierend. Es sei nun wichtig, alles zum Schutz von Christen und christlichen Einrichtungen zu unternehmen. „Hier sehe ich eine besondere Verantwortung unseres Staates. Strafrechtlich müssen diese Angriffe hart und konsequent geahndet werden“, sagte Heveling. Wenn es Strafbarkeitslücken geben sollte, „müssten sie jetzt genauso geschlossen werden, wie es derzeit bei antisemitischen Angriffen zu Recht angepackt wird“.

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