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Kölner Silvesternacht : Bisher nur sechs Verurteilungen

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Zwischen Hauptbahnhof und Kölner Dom kam es in der Silvesternacht 2015 zu zahlreichen Diebstählen und Übergriffen auf Frauen. Bild: dpa

Die Bilanz der Kölner Silvesternacht nach fast elf Monaten: 1205 Strafanzeigen – und sechs Verurteilungen. Das gab das nordrhein-westfälische Innenministerium am Freitag bekannt.

          Fast elf Monate nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht hat die Justiz nur wenige Täter ermittelt und verurteilt. Viele Verfahren wurden eingestellt, weil kein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Urteile gab es bislang gegen sechs Beschuldigte, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP hervorgeht.

          Gegen die sechs Verurteilten verhängte das Amtsgericht Köln Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr und neun Monaten, die zumeist zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Insgesamt waren beim Kölner Polizeipräsidium bis zum 25. Oktober 1205 Strafanzeigen eingegangen.

          In der Silvesternacht 2015 waren am Kölner Hauptbahnhof unter den Augen der Polizei Hunderte Frauen ausgeraubt und sexuell bedrängt worden. Viele der Täter waren junge Migranten, die vorwiegend aus Nordafrika stammten. Damit sich solche Szenen am 31. Dezember nicht wiederholen, hat die Polizei ein Sicherheitskonzept entwickelt. Mehr als 1500 Polizisten und Ordnungskräfte werden im Einsatz sein. Rund um den Dom gibt es außerdem eine mit hüfthohen Absperrgittern gesicherte „Schutzzone Dom“, in die nur eingelassen wird, wer weder Böller noch Raketen bei sich führt. Diese soll mit einer Multimedia-Projektion des Lichtkünstlers Philipp Geist belebt werden.

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