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Deutsche Bischofskonferenz : Marx scheiterte an sich selbst

Kardinal Marx (Mitte) bei der Eröffnungsmesse der Herbsttagung der Deutschen Bischofskonferenz im Fuldaer Dom Bild: dpa

Die konservativen Kräfte um Kardinal Woelki machten es dem Vorsitzenden nie leicht. Doch am Ende gab eine Rebellion aus der Mitte der Bischofskonferenz den Ausschlag.

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          Kardinal Marx hat recht. In vielen anderen Bischofskonferenzen der Welt ist das Amt des Vorsitzenden ein recht kurzlebiges. Mal sind es drei Jahre, mal sechs; mal ist eine Wiederwahl möglich, mal ist sie ausgeschlossen. Ein Rückzug nach einer ersten sechsjährigen Amtszeit vom Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz wäre demnach nur das Einschwenken der katholischen Kirche in Deutschland auf einen Pfad der Üblichkeiten. Doch was ist in der Kirche heute noch üblich?

          Dass es in einer Bischofskonferenz wie der deutschen verschiedene Strömungen gibt, war immer so. Nicht aber, dass ein Vorsitzender an der Aufgabe scheiterte, diese so zu moderieren, dass das Verbindende nicht hinter dem Trennenden verschwand.

          Eine kleine Gruppe von Bischöfen um den Kölner Kardinal Woelki und den Regensburger Bischof Vorderholzer haben Marx in dieser Hinsicht seit Jahren nichts geschenkt. Aber zuletzt war es eine Gruppe jüngerer Bischöfe aus der breiten Mitte der Konferenz, die gegen die autoritäre, die Rolle des Moderators immer wieder sprengende Amtsführung des Vorsitzenden rebellierten – die Nähe des Vorsitzenden zu Papst Franziskus hin, die Rolle Marxens als Vorreiter des Synodalen Weges her.

          Marx wurde nicht Opfer eines Richtungskampfes innerhalb der Konferenz. Er scheiterte am Ende an sich selbst.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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