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Bischof Genn im Gespräch : „Wir brauchen eine neue Machtverteilung in der Kirche“

Bischof Felix Genn beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz Bild: dpa

Bischof Genn ist seit sechs Jahren Mitglied der vatikanischen Glaubenskongregation. Im Interview verteidigt er den Weg der deutschen Bischöfe gegen Angriffe aus Rom und erklärt, wie grundsätzlich sich die Kirche in Deutschland ändern muss.

          4 Min.

          Bischof Genn, Sie gehören seit sechs Jahren der vatikanischen Kongregation für die Bischöfe an. Deren Präfekt hat den deutschen Bischöfen vor kurzem in einem Brief sinngemäß zu verstehen gegeben, dass sie mit dem „Synodalen Weg“ im Begriff seien, sich nicht im Einklang mit der Weltkirche zu bewegen, wenn nicht gar diese zu spalten. Hat Kardinal Ouellet mit Ihnen über seine Vorwürfe gesprochen?

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Nein. Allerdings deute ich den Brief anders.

          Es war doch die Deutsche Bischofskonferenz selbst, die die mittlerweile aus Rom beanstandeten Themen „Macht-, Partizipation-, Gewaltenteilung“, „Priesterliche Lebensform“ und „Sexualmoral“ im März auf die Tagesordnung eines Studientages gesetzt hat. Sollen diese konfliktträchtigen Themen mit Rücksicht auf die „Weltkirche“ wieder in der Versenkung verschwinden?

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