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Magdeburger Bischof Feige : „Wir haben den Papst nur bei seinem Wort genommen“

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Der Magdeburger Bischof Gerhard Feigebeim 2015 beim Festakt, 1.000 Jahre Bischofskirche „Sankt Sebastian“, in Magdeburg Bild: ZB

Die Bischofskonferenz beschließt, die Kommunion für nichtkatholische Ehepartner zu öffnen. Im FAZ-Gespräch versteht der Magdeburger Bischof Gerhard Feige nicht, wieso der Papst dagegen ist.

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          Der Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, hat die Überzeugung der Mehrheit der Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) bekräftigt, dass nichtkatholische Ehepartner unter bestimmten Umständen die Kommunion empfangen können. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z. Montagsausgabe) sagte der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der DBK, „unterschiedliche Sichtweisen“ seien „Ausdruck unterschiedlicher Kirchenbilder“. Das Denkmodell von der Kirche als einem geschlossenen System erinnere ihn an die DDR, sagte der Bischof.

          Feige zeigte sich sicher, dass die Mehrheit der Bischöfe mit ihrer noch nicht veröffentlichten „Handreichung“ Papst Franziskus nur beim Wort genommen hätten. Zudem verwahrte er sich dagegen, dass wieder einmal die „Weltkirchenkeule“ eingesetzt werden könnte, um Veränderungen zu verhindern.

          An diesem Montag kommen die Ortsbischöfe in Berlin zusammen, um über das weitere Vorgehen im Kommunionsstreit zu beraten. Vor zwei Wochen hatte Papst Franziskus wissen lassen, der Text der mit Dreiviertelmehrheit verabschiedeten „Handreichung“ sei nicht veröffentlichungsreif. Am Donnerstag wiederum bestritt er, dass Bischofskonferenzen Regelungen über den Sakramentenempfang von Nichtkatholiken beschließen könnten.

          Mit der „Handreichung“ habe man den Papst nur bei seinem Wort genommen. Warum Papst Franziskus den Text nun als „nicht veröffentlichungsreif“ bezeichnet habe, verstehe Feige nicht.

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