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Biontech-Produktion : Marburg hat schon einmal die Welt gerettet

Das ehemalige Behring-Gelände in Marburg, neuerdings mit Biontech. Wo genau hier produziert wird, ist geheim - aus Sicherheitsgründen Bild: Lucas Bäuml

Die Welt schaut auf Marburg. Hier soll bald Biontech-Impfstoff hergestellt werden. Die Marburger wundert das nicht. Schon einmal ist von hier aus die Welt gerettet worden.

          8 Min.

          Es ist sehr still in dem Tal, von dem schon bald die Rettung ausgehen soll. Nur der Schnee ist zu hören, der auf die Blätter rieselt, und ab und an ein Auto, das sich unten durch die Industrieanlage bewegt. Ein paar Schornsteine qualmen, in einem Gebäude sind einige Leute in Schutzanzügen zu sehen. Sie tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung und schauen in das Schneetreiben. Über ihnen, am Dach, ist ein Schriftzug angebracht. „Biontech“ steht darauf, seit Tagen ein Unternehmen, das wohl jedes Kind in Deutschland kennt. Hier, am Rande des hessischen Marburgs, will Biontech bald in großen Mengen seinen Covid-19-Impfstoff herstellen, allein im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen. Voraussichtlich schon im Februar soll es damit losgehen.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Dann endlich dürften auch die Impfungen in Deutschland an Fahrt aufnehmen. Bisher werden aufgrund der geringen Mengen, die zur Verfügung stehen, nur Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen geimpft sowie jene, die an den Krankenhäusern mit einem Corona-Schwerpunkt arbeiten. Täglich waren es zuletzt weniger als 50.000 Personen bundesweit. Um eine „Herdenimmunität“ bis zum Ende des Jahres zu erreichen, müssten pro Tag fünfmal mehr Menschen geimpft werden. Allerorten stehen nun „Impfzentren“ bereit. In Hessen sind es allein 28, doch sie bleiben zu; geimpft wird bisher nur durch mobile Impfteams und in Krankenhäusern. Manche Bundesländer beginnen aber schon damit, ihre Impfzentren zu öffnen.

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