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Biodiversität : Ungebetene Gäste

Fühlt sich wohl in der Rheinebene: der Kalikokrebs Bild: Blickwinkel

Kalikokrebse und Schmuckschildkröten sind vor vielen Jahren ausgesetzt worden, heute sind sie als Killer unserer Ökosysteme unterwegs. Auch die AfD interessiert sich für die Arten. Ein Fall von „Überfremdung“?

          7 Min.

          Der Kalikokrebs fühlt sich wohl in der Rheinebene. Ausgetrocknete Nebenarme des Rheins, ein stillgelegter Kanal des Westwalls machen es der aus Kanada und den Vereinigten Staaten eingeschleppten Krebsart leicht, sich zu vermehren und Tümpel, Teiche und Flussauen in kürzester Zeit zu okkupieren. Erst recht in einer Hochwasserregion, wo jedes Bächlein mit jedem Tümpel in Verbindung steht.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Andreas Martens ist mehrmals in der Woche in der Auenlandschaft des Rheins südlich von Karlsruhe unterwegs. Mit einem Kescher und einer weißen Plastikbox marschiert der Biologie-Professor auf einen Tümpel zu. Das Wasser ist unappetitlich trübe, die Vegetation spärlich. „Dieses milchkaffeefarbene Tümpelwasser ist ganz typisch, wenn sich der Kalikokrebs einmal in einem Gewässer ausgebreitet hat“, sagt Martens, der an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe einen Studiengang für Biodiversität gegründet hat.

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