https://www.faz.net/-gpf-9uypt

Bildungspolitik : Warum fehlen so viele Lehrer?

Unterricht in einer Grundschule in Remshalden in Baden-Württemberg (Symbolbild) Bild: dpa

Der Schulunterricht soll besser werden. Gleichzeitig müssen vielerorts Quereinsteiger eingestellt werden – was zu neuen Problemen führt.

          3 Min.

          Wann immer in Deutschland ein neuer Leistungsvergleich wie Pisa oder der Bildungstrend der Länder veröffentlicht werden, folgt der Ruf nach besser ausgebildeten Lehrern. Alle Bildungsforscher stimmen darin überein, dass die Professionalisierung des Lehramts und geeignete Fortbildungen zu den Mindestvoraussetzungen für guten Unterricht gehören. Doch die Schulpraxis sieht anders aus. Vor lauter Angst, dass Unterricht ausfällt und die Eltern den wahren Ernst der Lage mitbekommen, sind dieselben Bildungspolitiker, die soeben noch die Professionalisierung des Lehramts gepriesen hatten bereit, unzureichend qualifizierte Quer- oder Seiteneinsteiger auf die Schüler loszulassen.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Quereinsteiger haben zwar kein Lehramt studiert, aber ein Referendariat absolviert. Seiteneinsteiger können weder ein Studium noch einen Vorbereitungsdienst vorweisen. „Richtig bleibt, dass jede gegebene Unterrichtsstunde besser ist als eine ausgefallene“, sagte der bisherige Präsident der Kultusministerkonferenz Alexander Lorz (CDU) in entwaffnender Ehrlichkeit. Seinen Kollegen geht es nicht anders. „Wenn es besonders eng kommt, ist es sicherlich besser, in begrenztem Maße auch Quereinsteiger einzusetzen, als Unterricht ausfallen zu lassen“, sagt auch Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD), der Sprecher der SPD-geführten Kultusministerien.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Falschheiten: Trump ließ seine Sprecherin das Buch kommentieren.

          Mary Trump : So greift die Nichte den Präsidenten an

          Aus einer dysfunktionalen Familie: Mary Trump beschreibt ihren Onkel, den amerikanischen Präsidenten, als narzisstischen Clown. Wucht entwickelt ihre Analyse vor allem aufgrund der Verwandtschaft.
          Erste Auslandsreise seit März: Angela Merkel in Brüssel

          Merkel im EU-Parlament : Eine Hymne auf Europa

          Die Kanzlerin hält im Europaparlament eine pro-europäische Rede und vergleicht den Kontinent mit Beethovens neunter Symphonie. AfD-Politiker Jörg Meuthen wird ausgebuht.