https://www.faz.net/-gpf-893pc

Pegida-Demonstration : „Bild“-Zeitung findet Mann mit Galgen-Attrappe

  • Aktualisiert am

Die Galgen, die Pegida-Demonstranten für Bundeskanzlerin Angela Merkel und deren Stellvertreter Sigmar Gabriel reserviert hatten und in Dresden zur Schau stellten. Bild: AP

Die Galgen-Attrappe auf der jüngsten Pegida-Demonstration soll offenbar aus dem Erzgebirge kommen. Die „Bild“-Zeitung behauptet, dass sie den Urheber aufgespürt habe.

          Die Galgen-Attrappe für deutsche Spitzenpolitiker auf der jüngsten „Pegida“-Demonstration in Dresden soll von einem 39-jährigen Werkzeughändler aus dem Erzgebirge stammen. Die „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) hat den Mann nach eigener Darstellung in seiner Wohnung in der erzgebirgischen Kleinstadt Schwarzenberg ausfindig gemacht.

          Der Mann habe gegenüber den Reportern der Zeitung zugegeben, den Galgen in seiner eigenen Werkstatt gebaut und bei seiner insgesamt dritten „Pegida“-Demonstration getragen zu haben. Die Polizei habe sich bisher nicht bei ihm gemeldet.

          Rund 9.000 Menschen waren am vergangenen Montag dem Aufruf der fremdenfeindlichen „Pegida“-Bewegung in die Dresdner Innenstadt gefolgt. Für Entsetzen bei Politikern und Polizisten sorgte dabei die Galgen-Attrappe, an der Pappschilder mit der Aufschrift „Reserviert Angela ’Mutti’ Merkel“ und „Reserviert Siegmar ’das Pack’ Gabriel“ (Vizekanzler Sigmar Gabriel) baumelten. Die Dresdner Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen unter anderem wegen Störung des Öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, wegen Aufforderung zu Straftaten und wegen Volksverhetzung auf.

          Die asylfeindliche „Pegida“-Bewegung war am 20. Oktober 2014 in Dresden erstmals auf die Straße gegangen. Für den Jahrestag an diesem Montag ist kein „Abendspaziergang“ genehmigt worden, sondern nur eine stationäre Kundgebung. Die Zivilgesellschaft will mit einem Sternmarsch gegen die Asylfeinde protestieren. Dazu werden mindestens 5.000 Teilnehmer erwartet.

          Weitere Themen

          Kurz fordert Entlassung von Innenminister Kickl Video-Seite öffnen

          Regierungskrise in Österreich : Kurz fordert Entlassung von Innenminister Kickl

          Im Zuge des Ibiza-Skandals hat Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz die Entlassung von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl gefordert. Er habe Präsident Alexander van der Bellen Kickls Entlassung "vorgeschlagen", sagte Kurz. Wegen der Entlassung von Kickl will die rechtspopulistische FPÖ wie angekündigt sämtliche Minister aus der Regierung abziehen.

          Topmeldungen

          Österreichs Regierung am Boden : Von der Musterehe zum Rosenkrieg

          Aus den Rissen in der türkis-blauen Koalition wurden durch die Ibiza-Affäre in beeindruckender Geschwindigkeit Gräben. Die Neuwahl ist für Sebastian Kurz eine Chance, mehr Stimmen für die ÖVP zu gewinnen – aber sie birgt auch ein großes Risiko.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.