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Bilanz der Flüchtlingskrise : Haben wir das geschafft?

Ein dramatischer Monat: der Sommer 2015 Bild: Mart Klein

Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel, Deutschland werde die Flüchtlingskrise meistern. Ihre Gegner verhöhnten sie dafür. Wer hat recht behalten?

          9 Min.

          Der August 2015 war ein dramatischer Monat. Aus Brüssel hieß es von der EU, die Welt stehe „vor der schlimmsten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg“. Vor der Küste von Libyen ertranken Flüchtlinge, in Lastwagen zwischen Ungarn und Österreich erstickten sie. Den Deutschen dämmerte langsam, dass Migranten von Anrainerstaaten ohne Kontrollen in Richtung Deutschland durchgelassen wurden. Fast die Hälfte aller Asylanträge in der gesamten EU wurde in Deutschland gestellt.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Manche sagten, das sei die Lösung für den Fachkräftemangel, andere befürchteten die Ankunft von Analphabeten und Kriminellen. Die CDU stand in einer Allensbach-Umfrage bei 41,5 Prozent, ihrem höchsten Stand seit langer Zeit, die AfD bei 3,5 Prozent, einem Negativrekord. Es gab Anschläge auf Asylbewerberheime. Bundespräsident Joachim Gauck sprach von einem hellen und von einem Dunkeldeutschland. Das war vor genau fünf Jahren.

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