https://www.faz.net/-gpf-9936g

Kommentar zur Syrien-Krise : Deutschlands Stärken

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen Bild: Reuters

Vergeltungsschläge zählen nicht zu unseren Kernkompetenzen. Doch empören können wir uns ganz gut.

          Eine lebhafte Debatte hat die Weigerung der Kanzlerin, sich an einem Militärschlag gegen das Assad-Regime zu beteiligen, nicht hervorrufen können. Aus den Reihen der Mandatsträger äußerte allein der FDP-Abgeordnete Lambsdorff Kritik an Merkel.

          Man kann gute Gründe dafür anführen, warum Deutschland in diesem Fall seine Verbündeten auch militärisch unterstützen sollte – mit den bescheidenen Mitteln, die ihm dafür zur Verfügung stünden. Zugleich lässt sich aber auch sehr grundsätzlich an Sinn und Nutzen einer solchen Aktion zweifeln, mit der eine erhebliche Eskalationsgefahr verbunden wäre.

          Doch warum wird darüber nicht einmal annähernd so engagiert gestritten wie etwa über den Familiennachzug von Flüchtlingen? Vergeltungsschläge stellten nicht „unsere Kernkompetenz“ dar, fasste Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) treffend die politische und militärische Disposition Deutschlands zusammen.

          Unsere Stärken lägen in der Diplomatie und in der Deeskalation. Und, das darf man hinzufügen, in der Empörung darüber, dass niemand etwas gegen das Grauen in Syrien unternimmt.

          Weitere Themen

          Merkel ermutigt junge Forscher Video-Seite öffnen

          Preisverleihung in Berlin : Merkel ermutigt junge Forscher

          Bei der Vergabe des Preises für die originellste Arbeit beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ wies Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Fachkräftemangel im IT-Bereich hin. Gewinner waren dieses Jahr der 17-jährige Anton Fehnker und der ein Jahr ältere Simon Raschke.

          Topmeldungen

          Das war nichts: Gegen Arsenal ist die Eintracht um Filip Kostic unterlegen.

          Heimdebakel in Europa League : Am Ende fällt die Eintracht auseinander

          Achtbarer Auftritt, bitteres Resultat: Frankfurt erspielt sich beim Start in die Europa League Torchancen in Hülle und Fülle, muss sich aber dem FC Arsenal geschlagen geben. In der nächsten Partie wird ein wichtiger Spieler fehlen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.