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Reaktion auf Youtube-Video : „Die CDU heizt die Entrüstung weiter an“

Die Videoplattform Youtube ermöglicht eine schnelle Vernetzung und Verbreitung von Inhalten. Bild: Reuters

Die Jungen wählen anders – und kommunizieren auch anders. Was bedeutet das für den öffentlichen Diskurs? Und sind die Parteien darauf eingestellt? Ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.

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          Herr Pörksen, die CDU tat sich sichtbar schwer damit, eine angemessene Antwort auf das Video des Youtubers Rezo zu finden. Muss einem das Sorgen bereiten?

          Es ist ein Zeichen dafür, dass wir uns in einem Übergang befinden: von der Mediendemokratie alten Typs hin zur Empörungsdemokratie des digitalen Zeitalters. Die Bedeutung publizistischer und institutioneller Machtzentren, etablierter Medien und klassischer Parteien nimmt ab. Und jeder kann sich zuschalten.

          Und dadurch entstehen neue Machtzentren?

          Die vernetzten vielen sind zu einer Macht eigenen Typs geworden. Es ist ja nicht der einzelne Youtuber, der nun die CDU vor sich hertreibt, sondern ein Zusammenspiel der vernetzten Vielen, die dieses Video klicken, liken, teilen – und deren Reaktionen von den etablierten Medien aufgegriffen werden. In diesem Zusammenspiel entsteht eine Art Wirkungsnetz, ein plötzlich aufschäumender Aufmerksamkeits- und Empörungsexzess. Hier hatte die Partei ganz erkennbar keine Antwort.

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